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Die Nacht in mir – Kurzgeschichte zu “Schattengrenzen”

Passend zu kalten und bald weihnachtlichen Zeit – hier ein Link zu einer unveröffentlichten Kurzgeschichte zu “Schattengrenzen” (Der Rebell)

Die Nacht in mir

Wann fing es an?
Oliver wusste es nicht mehr genau. Loderte das Feuer schon in ihm, als sie sich das erste Mal begegneten?
Nein, unmöglich. Zu Anfang empfand er Daniel lediglich als aufdringlich. Er nahm ihn nicht einmal wirklich wahr. Oliver senkte die Lider.

Er erinnerte sich noch an jenen kühlen Herbsttag, an dem er und seine Brüder übergangsweise in das Johannesstift gebracht wurden. Nach dem Mord an ihrer Mutter und dem Zusammenbruch ihres Großvaters boten sich ihnen keine weiteren Perspektiven mehr. Sie alle standen am Anfang eines Kriminalspektakels, in dem Oliver eine besondere Rolle zugedacht war. Für ihn begann eine Berg- und Talfahrt seiner Gefühle. Die Angst, seine beiden kleinen Brüder zu verlieren, Gewissensbisse, Entsetzen über die Ergebnisse ihrer Ermittlungen und die kleinen, berührenden Freuden zerrten bis heute an ihm. Seine Seele nahm damals Schaden.

In dieser Zeit drängte sich Daniel in sein Leben. Der Polizist kam Oliver falsch in seiner Rolle als Kommissar vor. Ihm fehlte jene würdevolle Distanz, die seine älteren Kollegen vermittelten. Zu seinen Fällen baute er immer eine Art persönlicher Nähe auf. Überhaupt unterschied er sich in allem von jedem anderen Beamten.
Daniel platzte in die trübe Realität. Er war herrlich lebendig. Seine Einstellung den Tag und nicht die Zukunft zu leben, vereinnahmte Oliver für ihn fast genauso sehr, wie seine unverwüstliche Frohnatur und seinen sträflichen Leichtsinn.

Während dieses komplexen Falles nahm Daniel zuerst die Rolle des Beschützers ein. Nach kurzer Zeit wurde er für Oliver Freund und Vertrauter. Vielleicht waren seine ersten, zaghaften Gefühle das Resultat von Daniels bedingungsloser Fürsorge.

Oliver erinnerte sich, dass er in seinem Freund sehr bald mehr sah. Daniel bedeutete ihm viel, vielleicht alles. In der damaligen Situation und seiner schrecklichen Ungewissheit über die Zukunft war er überfordert. Mit fünfzehn, fast sechzehn, erlag man schnell seinen Gefühlen.
Seine Welt brach ein, als der Fall abgeschlossen war. Ihre Wege trennten sich. Oliver verlor seine erste große Liebe.
So glaubte er wenigstens …

Lag dort der Anfang?
Er konnte sich diese Frage vorbehaltlos beantworten. Seit damals liebte er Daniel.
Doch an welchem Zeitpunkt entschied sich sein Freund für ihn? Darüber schwieg Daniel.

Olivers Blick schweifte hinaus. Das schwache Abbild seines Gesichtes reflektierte in der Fensterscheibe. Er ignorierte es. Eisnebel hing in der Luft. Die Dämmerung trat langsam ein. In einer knappen Stunde würde es hell werden. Die Trostlosigkeit der reifüberdeckten Hügel spiegelte die Leere in seinem Herz wieder. Seit zehn Tagen, genaugenommen seit seinem neunzehnten Geburtstag, hatte er diesen Raum nicht mehr verlassen. Die trockene Heizungsluft reizte seine Augen. Sie tränten ständig. Der Geruch war unangenehm. Er versuchte ihn zu ignorieren. Was gäbe er nur für eine Zigarette; eine jener furchtbaren billigen, die Daniel immer rauchte. Er schob den Gedanken von sich.

Erneut stellte er sich die Frage, wann es tatsächlich begann. Für Oliver mit Sicherheit in dem Moment, in dem er Daniel nicht mehr als reinen Freund sah. Aber wann verliebte sich Daniel in ihn? Wie schwer fiel es ihm, den großen Altersunterschied zu ignorieren? Zehn Jahre waren viel. Meldete er sich deswegen bis zu jenem 14. Dezember nicht? Seine Gedanken schweiften zurück in die Zeit vor drei Jahren.

*

„Hoffmann!“, Oliver zuckte zusammen. Er saß auf seinem Bett, das Kissen im Nacken und die Decke im Rücken zusammengerollt. Im Hintergrund lief Musik. Er hörte nicht wirklich zu. Seine Aufmerksamkeit galt anderen Dingen.
Um ihn verteilt lagen seine Schulbücher. Nach fast einem Jahr Rekonvaleszenz musste er den Stoff so schnell als möglich nachholen. Er wollte die Klasse nicht wiederholen. Zum Wiedereinstieg wurde er zuerst noch einmal in die gleiche Klassenstufe verlegt, aus der er durch seinen Ausfall heraus gerissen wurde. Dank vieler Test und seiner guten Noten konnte er wieder in seinen Jahrgang wechseln. Allerdings fiel es ihm nun wesentlich schwerer. Jetzt nutzte er jede freie Minute zum Lernen.
Auf seinen Knien lag ein Collegeblock. Was ihm wichtig erschien, schrieb er auf. Sein analytischer Verstand funktionierte noch wie vor der Zeit in der Klinik. Er wollte sein Abitur verkürzen. Zeit gönnte er sich nicht. Es stand außer Frage, dass er – elternlos wie er war – nun nicht mehr studieren konnte. Oliver setzte sich ein neues Ziel. Er wollte die Buchhandlung seines Großvaters übernehmen. An sich gab es nicht sonderlich viel, was ihn an diesem Beruf reizte, allerdings war es die einzige Möglichkeit, Geschäft und Haus in Familienbesitz zu behalten.

Obwohl er heute sechzehn Jahre alt wurde, war dieser Tag so wenig besonders wie jeder andere. In der kleinen Wohneinheit, in der er lebte, nahm darauf auch keiner der Pfleger Rücksicht.

Kai stieß die Tür auf.
„Sag mal, du Penner, hast du nicht gehört?!“, fauchte er.
Oliver knirschte zornig mit den Zähnen. Er hob den Blick und starrte den Jungen an. Er kannte Kai aus dem Johannesstift. Obwohl sie einander nicht mochten, verband Oliver etwas Positives mit ihm. Es war der Moment in dem er das erste Mal auf Daniel traf. Kais Gegenwart erinnerte ihn täglich mit bittersüßen Gefühlen daran. Trotzdem verging kein Tag, an dem sie sich nicht gegenseitig bekriegten.
„Was?!“, zischte Oliver gereizt. Kais schlanke, kleine Gestalt wich bis auf den Flur zurück. Seine Mimik änderte sich trotzdem nicht. Er war die wandelnde Aggression.
„Besuch, Arschloch!“, gab er zurück. Seine Stimme sank auf ein Grollen herab, was seinen unstillbaren Zorn nur verdeutlichte.
Oliver richtete sich auf. Er rechnete mit seinen beiden kleinen Brüdern. Als Daniel an Kai vorüber trat und die Tür hinter sich zu warf, elektrisierte Olivers Körper. Kai fluchte lauthals, trollte sich aber rasch.
Daniel brachte die vorwinterliche Kälte mit sich. Der kleine Raum füllte sich mit Leben. Olivers Herz schlug schneller. Grinsend zog Daniel seine graue Wollmütze ab. An seinem Äußeren schien sich kaum etwas verändert zu haben. Sein rot-grünes Haar hing strähnig um sein schmales, kantiges Gesicht. In den hellen Augen des Polizisten schimmerte der Schalk. Er zog seine schwere Lederjacke aus und ließ sie auf Olivers Bürostuhl fallen. Irgendwie kam er Oliver noch größer und muskulöser vor.
Sprachlos starrte er Daniel an. Sein Herz schlug schmerzhaft hart. Oliver wurde bewusst, dass er seinen Freund liebte.
Rasch legte er seinen Block zur Seite und sprang auf. Stumm fiel er Daniel um den Hals. Stoff und Haut seines Freundes atmeten noch die eisige Kälte, doch sein Körper verströmte rasch Wärme.
„Das ist die Begrüßung, die ich wollte“, lachte Daniel. Er umschlang Oliver fest. Mit einer Hand wuschelte er durch Olivers gelockten, herabhängenden Iro. „Du bist unterdessen ein richtiger Punk, mein Kleiner.“ Er lachte. „Und du bist wieder gewachsen. Bald hast du mich eingeholt!“
Wortlos vergrub Oliver seinen Kopf an Daniels Schulter. Er wusste nicht, wie er reagieren sollte. Sein Schädel war leergefegt. Daniel drückte ihn lang an sich. Sein Atem streifte Olivers Hals. Wohlige Schauer durchrannen ihn.
Er fühlte sich unglaublich wohl.
„Hast du ein Karnickel in deiner Hose, oder ist das die Wiedersehensfreude?“, fragte Daniel grinsend.
Tatsächlich regte sich Olivers Körper bei der intensiven Nähe. Peinlich berührt wollte Oliver ihn loslassen, doch Daniel hielt ihn fest. „Bleib hier, dummer Kerl“, flüsterte er, wobei er seinen Griff etwas lockerte. Blut schoss in Olivers Wangen. Die Hitze, die binnen Sekunden zwischen ihren Körpern entstand, blieb bestehen.
Er sah Daniel an. Alles in ihm schrie nach seiner Nähe und dem Genuss, von ihm berührt zu werden. Er sah seinem Freund in die Augen. Eine leise, warnende Stimme in den verborgenen Winkeln seines Bewusstseins wisperte von der Gefahr ihre Freundschaft aufs Spiel zu setzen, wenn er auf diesem Weg weiter ging. Oliver ignorierte sie.
Daniel erwiderte seinen Blick. Derselbe große Ernst, den Oliver bereits an ihm kannte, breitete sich in seinen Zügen aus. Aller Schalk verschwand. Daniel schien zu überlegen. In seinen Augen spiegelte sich ein Hauch seiner inneren Unruhe wieder. Er löste eine Hand von Olivers Rücken. Die behutsame Berührung von seinen Fingern auf Olivers Wange brannten eine Spur aus Feuer über seine Haut. Wortlos neigte er sich zu ihm. Oliver wusste was Daniel wollte. Instinktiv kam er ihm entgegen. Die Lippen seines Freundes waren rau. Trotzdem nahmen sie diesem Kuss nichts von seiner Süße. Oliver spürte, wie seine Gefühle explodierten. Lava floss durch seine Adern. Seine Knie bebten. Mit flatternden Lidern erwiderte er Daniels Liebkosungen. Diese Berührungen verzauberten ihn. Oliver schlang seine Arme um Daniels Nacken. So schrecklich dieses Jahr auch sein mochte, es endete zauberhaft und schön.
Nach einer Weile löste Daniel sich von ihm.
„Alles Gute zum Geburtstag, mein Kleiner.“

*

Oliver senkte den Blick.
Damals, an jenem 14. Dezember, erwachte er zu neuem Leben. Er konnte noch immer nicht sagen, wann Daniel anfing ihn so sehr zu lieben. Die Antwort darauf blieb ihm sein Geliebter auf ewig schuldig. Sicher war nur, dass er Oliver liebte. Ihre gemeinsame Zeit war so schön und intensiv. Drei Jahre größten Glücks zerbrachen heute mit grausamer Endgültigkeit. Oliver sehnte sich schmerzhaft nach Daniels Gegenwart und Wärme.

Jemand klopfte. Die Bilder zerfaserten wie der Nebel über den winterdürren Hügeln. Die Szenerie vor ihm verschwamm. Oliver wurde klar, dass er weinte.
Kai trat ein. Oliver beobachtete seinen alten Freund in der Scheibe. Wortlos schritt Kai zu ihm. Er trug das allgegenwärtige, widerliche Krankenhaus-Grün.
Behutsam legte er Oliver eine Hand auf den Rücken. Automatisch versteifte er sich unter Kais Berührung. Sie fühlte sich so falsch an.
„Ich weiß, was in dir vor sich geht“, flüsterte Kai. Oliver presste verzweifelt die Kiefer aufeinander. Er schwieg.

In der Reflektion des Fensters erkannte er einen weiteren Mann. In den letzten zehn Tagen waren sie sich oft begegnet. Der Arzt hielt sich dezent im Hintergrund.

Oliver drehte sich brüsk um. Kais Hand glitt von seiner Schulter herab. Mit langen Schritten ging er zu Daniels Bett. Wie bleich er war. Seine Züge wirkten erschöpft und zugleich glatt wie die eines Kindes. Strähnen seiner bunten Haare lagen auf dem weißen Kissen. Auch sie wirkten farblos auf Oliver. Daniels schönes Gesicht …

Er neigte sich zu seinem Geliebten herab und küsste ihn. Seine Lippen schmeckten nach Tod. Sie fühlten sich kalt an. Diese furchtbare Krankheit! Er strich Daniel über die Wange. Heute war der letzte Tag ihrer beider Leben, das damals zu einem verschmolz. Welch ein Hohn. Was für eine furchtbare Weihnachtsüberraschung.
Der Arzt trat zu ihm. „Haben Sie die Patientenverfügung gelesen und alles unterschrieben, Herr Hoffmann?“
Oliver nickte schwach. Diese letzten Worte fielen ihm so unendlich schwer.
„Bitte, schalten sie die Maschinen ab.“

© by Tanja Meurer

Die blaue Phiole

Seit dem letzten Wochenende ist mein schwuler Steam-Fantasy-Krimi “Die blaue Phiole” beim Incubus-Verlag und wartet auf sein Lektorat.
Es wird in dem Buchprojekt noch einige kleine Änderungen geben, wie es aussieht. Wegen des Umfangs wird der Roman in jedem Fall geteilt und – wie es aussieht – geht er auch weiter. Die Phiole als solches hat 1.392 Seiten. Mehr will ich aber erst mal nicht verraten.
Allerdings hat die Arbeit daran sehr großen Spaß gemacht; nicht nur weil mir die Charaktere alle ans Herz gewachsen sind. Das passiert mir bei jedem Buch. Protagonisten, Antagonisten, Nebencharaktere – vollkommen gleich, ich mag sie irgendwie alle, jede/ jeden auf ihre/ seine Art.
Die Recherche war interessant, das neue Kennenlernen einzelner Stadtviertel von Valvermont, das Leben mit Zeitungen, Soldaten, die auch Kriminologen sein müssen, Mechanikern, Dampf-Tieren, Magie, Realismus und fremden Rassen. Die Stadt war schon immer ausufernd und komplex. nun hat sie noch mehr Leben bekommen und ich habe mir überlegt (da etliche Straßen und Plätze Namen bekommen haben, auch noch eine Stadtkarte anzufertigen. Die Weltkarte von Äos muss ich definitiv auch noch mal anfassen (und neu zeichnen). Das Glossar ist ebenfalls umfangreich geworden und (auch wenn mein Französisch zu Schulzeiten grottig war) die Stadt Valvermont hat wieder viele französische Ansätze. Aber mehr dazu in den nächsten Postings 🙂

Rauhnacht

Ein eisiger Winter hält London fest im Griff. Die Temperaturen fallen stetig, Erfrierungsopfer stehen auf der Tagesordnung. Doch die Leiche, die Anabelle in Augenschein nehmen soll, sieht aus, als sei sie zu Tode erschreckt worden. Blankes Entsetzen steht ihr ins Gesicht geschrieben. Als Anabelle von einem körperlosen Geschöpf aus Wind und Eis angegriffen wird und die Tote sich erhebt, ist klar: Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu.
Zusammen mit ihrer Freundin Zaida, einer begabten Magierin, geht sie den mysteriösen Vorkommnissen auf den Grund und stößt dabei auf eine alte Sagengestalt aus Russland.

Mein lesbischer Steampunk-Krimi ist im Weltenschmiede-Verlag erschienen und seit dem 07.11.2014 ist “Rauhnacht” über den Verlag erhältlich.
Das Buch ist ausschließlich eine eBook-Veröffentlichung und kostet 4,99 €. Vorerst ist er über den Verlag erhältlich.

Rauhnacht - Ein Anabelle Talleyrand-Roman
Rauhnacht – Ein Anabelle Talleyrand-Roman

Am Samstag den 22.11. lese ich auf der Dreieich Con in Dreieich Sprendlingen.
Allerdings wird es hierzu auch eine Leserunde auf LovelyBooks geben, die ich einrichte, sobald das Buch auch auf Amazon geleistet ist. Hierbei gibt es nicht nur die eBook-Exemplare sondern auch ein paar Poster von den beiden Damen und die eine oder andere Zeichnung.

Hier ein kleiner Auszug aus dem ersten Kapitel:
Anabelle hob Mantel und Röcke an, um sich vor der Toten niederzuknien.
Der Anblick des wächsern bleichen Gesichts besaß etwas Erschreckendes. Unter den eisverkrusteten Brauen standen die Augen weit offen, sodass die Augenwinkel beinah ausgerissen zu sein schienen. Die Iris wirkte fahl und zugleich stark erweitert. Auch wenn sich das feine Geäst geplatzter Äderchen unter dem Reif nur erahnen ließ, so musste sie im letzten Augenblick ihres Lebens nahezu rote Augen gehabt haben. Zugleich hielt sie die Nase kraus gezogen und die Zähne aufeinander gepresst.
Wahrscheinlich ließen sich die Kiefer selbst im aufgetauten Zustand mit nichts mehr auseinanderzwingen.
Was immer sie getötet hatte, war sicher nicht nur die Kälte gewesen. Eher schien sie zu Tode erschrocken worden zu sein oder hatte in ihren letzten Augenblicken versucht, sich ihres Angreifers zu erwehren.
Anabelle konnte den Blick kaum von dem Gesicht abwenden. Dieses Entsetzte, Maskenhafte in ihren wächsernen Zügen besaß eine beinah hypnotische Wirkung.

Der November wird steampunkig und kalt :)

Im November erscheint bei der Weltenschmiede mein neuster Roman, ein Steampunk-Krimi mit unheimlichem Unterton – Rauhnacht.
Seit gestern ist das Cover des Buches bekannt. So sieht es aus 🙂 Übrigens ist das schöne Cover von TK-Arts.

Rauhnacht - Ein Anabelle Talleyrand-Roman
Rauhnacht – Ein Anabelle Talleyrand-Roman

Der Klappentext wird jetzt noch nicht bekannt gegeben, aber sobald der Verlag sein Okay gibt, kommt mehr dazu.
Vorerst nur so viel, im London des Jahres 1876 gibt es einen sehr unheimlichen und kalten Winter, der selbst die heißblütige Magierin Zaida durchkühlt und Ana etliche Rätsel aufgibt 😉

Genre: Steampunk/ Krimi/ Mystery
Verlag: Weltenschmiede
Erscheinungstermin: 07.11.2014
Format: eBook

Auf folgenden Lesungen gibt es aus Rauhnacht ein paar Häppchen:
18.10.2014 – Lesecafé Wiesbaden
19.10.2014 – Autorenbuchmesse Ingelheim
01.11.2014 – YaYuCo Dachau

Wer gerade in der Gegend ist, darf gern vorbeischauen.

Steampunk und Steamfantasy

Hallo zusammen,

nachdem ich mich wirklich rar gemacht habe, melde ich mich nun mit ein paar einzelnen Info zu meinen nächsten Büchern.

Die Steampunk-Novelle “Raunacht” ist aus dem Lektorat  zurückgekommen und ich ackere mich gerade durch die erste Geschichte um Madame Zaida und Anabelle Talleyrand. Sie wird in jedem Fall dieses Jahr noch bei dem Weltenschmiede-Verlag erscheinen. Momentan freue ich mich unheimlich darauf, besonders weil ich nun auch noch mal die Chance habe das ganze Buch erheblich lebendiger zu gestalten.

“Raunacht” ist das erste von mehreren Steampunk-Krimis mit  stark unheimlichem Einschlag. Die Abenteuer um Anabelle, Zaida und Co. spielen alle im London der 1870er.  Die Besonderheit dabei ist, dass Anabelle eine Maschine ist, Zaida eine Angolanerin und die beiden Damen mehr verbindet als reine Freundschaft.

Anabelle Talleyrand
Anabelle Talleyrand
Madame Zaida
Madame Zaida
Die Nacht der Schwäne
Anabelle und Zaida

 

 

 

 

Wann genau die erste Novelle erscheint, steht noch nicht fest, nur dass es als eBook im lauf diesen Jahres sein wird. Freut euch also auf zwei ungewöhnliche Detektivinen.

Nun zu “Die blaue Phiole”. Der Steamfantasy ist seit dem 01.07.2014 als Rohversion vollendet und damit endlich in einem Zustand der Überarbeitbarkeit angekommen. Derzeit bin ich auch hier schon wieder stark am verändern und zurechtbiegen.

Das Buch hatte nach Fertigstellung der Rohversion 1.061 Seiten. Einiges habe ich bereits verändert, gestrichen oder erweitert. Mal schauen, wie weit ich bin, wenn ich das Buch ins Lektorat geben kann und wie viel Arbeit dann auf mich zukommen wird.

Der Roman soll Anfang 2015 beim Incubus-Verlag erscheinen. Natürlich ist es schwule Fantasy, wobei die Handlung im Vordergrund steht. Derzeit habe ich nur eine erotische Szene im Manuskript. Mal schauen, ob das so bleibt. In jedem Fall ist das Setting etwas anders, ungewöhnlicher. Dampftechnologie auf dem zeitlichen Stand des ausgehenden Barock und das in einem französischsprachig angesiedelten Setting mit diversen Fantasy-Völkern. Mal schauen was ihr dazu sagt 😉

Das Spiel
Das Spiel

 

 

Wer sich übermäßig viel rosa verzuckerter Romantik wünscht, sollte allerdings besser zu anderen Autoren greifen 🙂 Bei mir geht es teils sehr hart zur Sache auch wenn die Bilder anderes aussagen 😉

Wärme

Also könnt ihr euch mal wieder auf ein paar sehr eigenwillige Charaktere freuen die ich traditionell in ziemliche Bedrängnis bringe 🙂

Vielleicht gibt es irgendwann auch ein paar positive Neuigkeiten zu “Night’s End”, die Fantasy-Reihe (homoerotische High Fantasy) die auf der gleichen Welt spielt, auf der auch “Die blaue Phiole” angesiedelt ist (nur 250 Jahre zuvor). Vielleicht findet diese Reihe auch endlich ein Zuhause 🙂 Warten wir es mal ab.

Ein neuer Verlag, das schwullesbische Lesefestival und der Vincent-Preis

Ja, mich gibt es noch, so richtig schön erkältet, mit Kopfschmerzen, Husten und besonders Schnupfen.  Bis morgen bin ich ein rotgerändertes Rüsseltier. Okay, genug gejammert … nun zu den ganzen Neuigkeiten (die mal wieder massiv in einem Klotz kommen).

Zuerst: Anabelle, Zaida und Jewa, meine drei Steampunk-Damen, haben ein Zuhause gefunden. Toni Kuklik, Chefin und Verlegerin im Weltenschmiede-Verlag, hat sich bereit erklärt die Ladies zu veröffentlichen 🙂 Es werden Episodengeschichten, Krimis mit unheimlichem Einschlag und Technik. Wer Anabelle und Madame Zaida noch nicht kennt … der darf sich auf einiges Einrichten 😉

Die Nacht der Schwäne
Anabelle und Zaida

Hier auch noch mal je ein Bild der Damen mit einer kleinen Beschreibung.

Anabelle Talleyrand: französische Wissenschaftlerin aus Paris, 1867 ermordet und in einen Maschinenkörper transferiert, der ihrer eigentlichen Gestalt gar nicht mehr ähnelt. Seit 1869 in London. 1870 wird sie mit dem Einverständnis der Königin als Detektivin in ihrem Fachgebiet (der Robotik) eingesetzt. Unterdessen bearbeitet sie mit Zaida und Inspektor Hailey alle Fälle, die Außergewöhnlich sind und unheimliche Aspekte mit sich bringen.

Anabelle Talleyrand
Anabelle Talleyrand

Madame Zaida (Nayara): angolanische Magierin, ein “Mitbringsel” eines Getreuen aus dem Gefolge König George III. Zaida sah es als willkommene Chance dem portugiesischen Diktat zu entkommen. Mit ihrem diplomatischen Geschick, ihren Künsten und ihrer Sprachkenntnis machte sie rasch von sich reden und gelangte in die höchsten Kreise, aus denen sie nicht mehr wegzudenken ist. Zaida hat sich mit Leib und Seele der englischen Krone verschrieben.

Madame Zaida
Madame Zaida

Und nun zu den anderen Punkten: am Wochenende lief – im Rahmen der Homonale – das erste schwullesbische Lesefestival in Wiesbaden. Am Samstag hatten wir extrem viel Zulauf, insbesondere bei den ersten beiden lesbischen Lesungen von Sabine Brandl und Conny Reinhard. In all den Jahren Lesecafé Wiesbaden kam es noch nie dazu, dass die Zuhörer, die durch die zwei Räume strömten tatsächlich eine Massenverdrängung hervorriefen … bis zu diesem Samstag. Noch mal mein sorry an Nicky und Ina … hinter der Theke habe ich eigentlich wenig verloren, aber ich kam aus meiner Position schlicht nicht heraus.

Generell war das Lese-Event einfach nur Genial. Ich kann und will es auch gar nicht so genau beschreiben, weil man das selbst erlebt haben sollte. Am Samstag jedenfalls war mein persönliches Highlight die Lesung der drei letzten Autoren: Jana Walther, Jannis Plastrgias und Martin Skerhut. Unterschiedlicher können die drei nicht sein, aber genialer wäre es auch nicht mehr gegangen, zumindest am Samstag nicht 😉

Hier auch einige Bilder, besonders von Jana, Martin und Jannis 🙂

1. Lesung mit Sabine Brandl
1. Lesung mit Sabine Brandl

Hier sieht man, wie viele Zuhörerinnen und Zuhörer da waren. Sabine Brandels Lesung war so übervoll, dass viele Leute vorn, an der Theke warten mussten. So voll war es wirklich noch nie.

3. Lesung/ Tanja
3. Lesung/ Tanja

Hier ist es dagegen schon still 😉 Das ist mitten aus meiner Lesung heraus. Jule hatte mich zwischendurch “kalt” erwischt und ich bin vollkommen aus der Zeile gerutscht. Für “Olli” hatte ich das passende Outfit an, aber zu “Mord ohne Leiche” passten meine Armee-Klamotten mal wieder gar nicht.

Tanja
Tanja

Hier nun vor allem drei sehr schöne Aufnahmen meiner Samstags-Lieblinge:

Jana Walther, deren Romane nicht nur sehr ruhig, sondern auch sehr sensibel geschrieben sind.

Jana Walther
Jana Walther

Jannis, dessen Bücher ich einfach wegen seiner Realitätsnähe und Intensität liebe.

Jannis Plastargias
Jannis Plastargias

Und natürlich Martin, dessen Zusammenfassung seiner Geschichten allein schon der Renner war: Mensch trifft Wesen – ficken!

Martin Skerhut
Martin Skerhut

 

Den Sonntag toppte Nino Delia. Ganz ernsthaft … wer Nino nicht einmal live hat lesen hören, der sollte das schleunigst nachholen. Mit so viel Ironie, Witz und Charm habe ich noch keinen Misanthropen kennen gelernt (wie ihren Hauptcharakter). Sie und Anna Maske waren die Highlights und haben mich felsenfest von sich überzeugt.

Hier auch die Aufnahmen von Nino, die von allen fast sofort genötigt wurde ihre Geschichte einzulesen.

Nino Delia
Nino Delia

Und natürlich Anna, die zwar das Schlusslicht bildete, aber alle mit ihren beiden Kurzgeschichten und der sensiblen Erzählweise mitnahm.

12. Lesung/ Anna
12. Lesung/ Anna

Besonders viele Leser, Fans und Zuhörer kamen auch wegen dieser außergewöhnlichen Dame: Chris P. Rolls. Sie schreibt außergewöhnlich direkte und greifbare Geschichten schwuler Männer. Davon abgesehen ist sie ein toller Mensch. Jeder, der sie kennen lernt, wird überzeugt von ihrer natürlichen und offenen Art.

Chris P. Rolls
Chris P. Rolls

Alles in Allem hat sich Juliane Seidel nicht nur mit dem Lesefestival und den Autoren übertroffen, es war auch eine der genialsten Veranstaltungen im Lesecafé. Vor allem weil die gesamten Autoren nett sind und einige davon so herzlich, dass bei mir nicht nur der Kümmertick voll und ganz ausschlug, sondern ich sie alle einfach auch fest ins Herz geschlossen habe.

So wie es aussieht, findet im kommenden Jahr auch wieder ein Lesefestival statt, wieder im Rahmen der Homonale und wieder im Café Anderswo.

Nun fehlt nur noch der letzte Punkt: der Vincent-Preis 2013. Ich bin mit “Glasseelen” und “Der Rebell” vorgeschlagen worden. Wer also mag, kann sich das ganze mal ansehen: http://vincent-preis.blogspot.de/2013/01/romane-2013.html und abstimmen. Die Abstimmung funktioniert allerdings nur, wenn man in dem Forum angemeldet ist: http://www.horror-forum.com/. Ja, leider etwas umständlich, aber wem die Bücher gefallen haben, der darf sich gern austoben 🙂 Hier auch noch mal die Leseproben:

Glasseelen: PDF und TXT

Der Rebell: PDF und TXT

Im Übrigen hatte Frank Hebenstreit für Queer.de und Inqueery.de eine grundgeniale Rezi zum Rebellen geschrieben. Da Oliver schwul ist, passte sich der Roman “Der Rebell” so perfekt in diese ganzen Plattformen ein. Wow 😀 Ich bin einfach nur begeistert. Es geht im Übrigen mit der Reihe auch weiter. Der dritte Band ist in Arbeit und soll im Lauf des Jahres erscheinen. Wie die, die das Buch schon gelesen haben wissen, schließt das Buch nahtlos an 🙂 Ihr könnt gespannt sein, wie Olli aus der Situation kommt und langsam alle fehlenden Puzzleteile zueinander treiben. In jedem Fall geht es unheimlich und spannend weiter 😉

Ansonsten: geht es weiter mit der Arbeit an “Die blaue Phiole” für den Incubus-Verlag. Richtet euch schon mal auf Steam-Fantasy mit Kriminalfällen ein 😉

Homonale Wiesbaden und das schwullesbische Lese-Festival in Wiesbaden

Wie schon beim letzten Mal erwähnt, findet 2014 die 14. Veranstaltung der Homonale statt. Was ist das? – die Homonale ist ein schwullesbisches Filmfestival, was seit 14 Jahren immer im Januar von einem Freitag bis zu einem Sonntag im Lichtspielhaus Caligari sattfindet. Dazu sollte erwähnt werden, dass das Caligari eines der schönsten Kinos in ganz Wiesbaden ist. Es stammt aus den 20ern und wurde im alten Stil wieder hergerichtet. Prunk in Reinstform. Etwas für Bau- und Historik-Freaks wie mich. Davon abgesehen unterscheidet es sich gravierend von den üblichen modernen Kinos. Man hat große, breite Sessel mit rotem Samtbezug, Beinfreiheit und ein kleines Tischchen, auf dem man gefahrlos seinen (durchaus bezahlbaren) Café zwischenparken kann. Zudem gibt es eine Galerie und eine Marmor-Granit-Vorhalle. Stil, Stil, Stil 🙂

Die Homonale mit ihren ausgesuchten Filmen – allesamt stilvolles Kino, Problemkino und vor allem internationales Kino, also nicht nur die üblichen amerikanischen Streifen, sondern französische, israelische, polnische, … Filme. Hier hat sich das Homonale-Team unglaublich eingehende und sehr schöne Gedanken gemacht. Die gesammelten Vorschläge wurden gründlich geprüft und durchdacht. Anhand von Trailern und Vorpremieren fand die Auslese statt. Ich muss sagen, es kamen sehr sehr interessante Filme dabei heraus. Beispielsweise gehen für das schwule Kino Filme wie “In the Name of …”, “Der Fremde am See” und “Liberace” an den Satrt und für das lesbische Kino der preisgekrönte Film “La vie d’Adele” (Blau ist eine warme Farbe) oder “Lipstika”.

In jedem Fall dürfte sich für jeden etwas finden.

Hier Termin und Ort der Homonale: 24.01. bis 26.01. und 03.02. (Nachlese) im Caligari, Marktplatz 9, 65183 Wiesbaden und der Flyer.

Ein Wochenende nach der Homonale wagt sich Juliane mit dem Lesecafé Wiesbaden an die wohl größte Aktion, die es im Zuge dessen bisher gegeben hat – ein zweitägiges Lesefestival mit schwullesbischen Autoren. An zwei Tagen lesen 12 Autoren aus ihren schwule und lesbischen Romanen, Novellen und Kurzgeschichten. Die Themen sind nicht ausschließlich das klassische Coming out sondern gehobene Belletristik, Fantasy, Steampunk, Romance, Krimi, Thriller und Mystery/ Horror. Für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein. In der Szene bekannte Autoren wie Martin Skerhut, Jannis Plastrgias, Jana Wather und Chris P. Rolls lesen.

Lesecafé Wiesbaden
Lesecafé Wiesbaden, Schwullesbische Lesung

Hier auch der exakte Programmablauf und die Autoren. Hoffentlich gelingt es mir, von allen die aktuellen HPs zu verlinken. Wenn nicht bitte ich vielmals um Entschuldigung:

Samstag:

Sonntag:

Hier der Flyer mit den genauen Terminen.

Flyer
Flyer

Wie ihr gesehen habt, lese ich am Samstag um etwa 17:00 h. Da Chris und ich zweigleisig fahren, soll heißen wir lesen schwul und lesbisch, kann ich hier schon mal angeben, dass einmal “Der Rebell” (Schattengrenzen II) für die Jungs an den Start geht, soll heißen Mystery-Thriller mit Horror-Elementen. Diese beiden Jungs sind die Protagonisten:

Copyright by Nathie (Creationwarrior.net)
Copyright by Nathie (Creationwarrior.net)

Und für die Ladies gehen meine beiden Damen aus den Stemapunk-Msyterys an den Start, Madame Zaida und Anabelle Talleyrand (dieses Mal mit dem neuen Buch “Mord ohne Leiche”).

Die Nacht der Schwäne
Anabelle und Zaida

Momentan interessieren sich zwei Verlage für die Geschichten. Vielleicht wird es ja was 😉 Hier auch die Rückklappentexte zu den Büchern.

Der Rebell:

Der 16-jährige Oliver und seine jüngeren Brüder Christian und Michael überleben die schlimmste Nacht ihres Lebens. Ihr Vater ermordet Mutter und weitere Geschwister. Das Motiv scheint auf der Hand zu liegen: Untreue.
Doch Oliver und seine Brüder wollen nicht daran glauben, insbesondere als auf Christian ein Anschlag verübt wird.
Fassungslos über die Tat und die Inaktivität der Polizei, suchen sie auf eigene Faust nach der Wahrheit und stoßen auf einen unheimlichen Gegner. Lediglich der unerfahrene Kommissar Daniel Kuhn steht ihnen bei.
Zur selben Zeit werden mehrere Tote im Haus des einzigen noch lebenden Verwandten entdeckt. Die Leichen liegen bereits seit 70 Jahre dort. Die Fälle scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, aber Olivers Neugier ist unstillbar. Er glaubt nicht an Zufälle und findet die Gemeinsamkeiten in beiden Fällen.
Doch ihre Gegner scheinen nicht unter den Lebenden zu weilen.

Mord ohne Leiche:

London 1876 – der Mord an einer Frau wird beobachtet, die Metropolitan Police informiert. Anabelle Talleyrand, die französische Wissenschaftlerin, unterstützt Inspektor Hailey in diesem Fall. An sich nichts Ungewöhnliches für die mechanisches Frau, doch dieses Mal ist ihre Gefährtin Madame Zaida nicht an ihrer Seite, um sich der Begleiterscheinung übernatürlicher Ereignisse anzunehmen. Anabelle und Hailey können sich nur auf ihre eigenen Fähigkeiten und ihren klaren Verstand verlassen, denn in diesem Mordfall gibt es keine Leiche.

Schaut vorbei, hört euch die Sachen an, denn es lohnt sich wirklich.

Queer.de, Ankündigungen und die Homonale in Wiesbaden

Am 15.12. ging die lang ersehnte und gefürchtete Rezension zu “Der Rebell” bei Queer.de online. Ersehnt, weil Frank, der Rezensent, auch schon “Glasseelen” hatte und sehr gut bewertete. Diese Rezension findet ihr bei dem Onlinemagazin Corona in der Ausgabe 292 unter dem Punkt 6 mit dem Titel Buchkritik: “Glasseelen” von Tanja Meurer.  Deswegen war ich mir gar nicht so sicher, dass Frank den zweiten Band genauso gut bewertet. Einen schwulen Mann als lesbische Frau mit zwei schwulen Hauptcharakteren zu überzeugen ist ganz und gar nicht einfach. Aber offenbar habe ich es geschafft 🙂  Die Rezi von ihm auf Queer.de ist Wahnsinn geworden. Hier könnt ihr sie lesen: Mord, Geister und unzüchtige Gedanken.

Insofern muss ich mich für den Tipp, mich bei Queer.de zu melden, bei Jule und der Verlegerin des Incubus Verlages bedanken. Kira sagte mir, dass sie alle Bücher ihres Verlages dort rezensieren lässt. Was ist auch genialer als das positive Urteil eines schwulen Mannes über mein Buch? Allein deswegen bin ich schon ziemlich auf Wolke sieben 🙂 Oliver kommt allerdings bei allen Rezis gut weg. Er ist offensichtlich ein glaubhafter Mensch. Das ist generell immer das allerschönste Kompliment von allen. Hoffentlich werden damit auch die ganzen anderen Bücher mit all den unterschiedlichen Personen, Genres und Zeitebenen genauso real.

Übrigens am 01.02.2014 und am 02.02.2014 findet in Wiesbaden begleitend zur Homonale, dem traditionell seit 14 Jahren stattfindenden schwullesbischen Filmfestival im Lesecafé Wiesbaden eine schwullesbische Lesung über zwei Tage statt. Autoren wie Sabine Brandl (lesbisch), Conny Reinhardt (lesbisch), Martin Skerhut (schwul), Jannis Plastrgias (schwul), Jana Walther (schwul), Brunhilde Witthaut (schwul), Andrea Conrad (schwul), Yuliya Sokalska (lesbisch), Anna Maske (lesbisch), Chris P. Rolls  und ich werden ihre Romane und Kurzgeschichten vorstellen. Allerdings lesen Chris und ich je aus einem schwulen und einem lesbischen Roman, wobei von meiner Seite erwähnt werden sollte, dass ich aus “Der Rebell” einen Ausschnitt wähle und aus “Mord ohne Leiche” (einer der unheimlichen Kriminal-Steampunk-Novellen um Anabelle, Madame Zaida und Jewa). Die Steampunkbücher scheinen nun auch ein Heim zu finden. Bei der Lesung kann ich vielleicht ein paar entsprechende Ankündigungen dazu machen.

Buchtrailer zu “Der Rebell”, dies und das …

Hallo zusammen,

in der letzten Zeit habe ich eher Funkstille gehalten, was nicht zuletzt an meinem Urlaub und der Arbeit lag, unter anderem vieler Zeichenarbeiten (mit denen ich noch immer im Rückstand bin).  Leider hat auch die XTME-Aktion nur wenig gebracht und ich habe eine Weile in den sprichwörtlichen Seilen gehangen. Dafür hat mich die eigentlich sehr erfolgreiche und sehr geniale Lesung auf der YaYuCo in Dachau wieder aufgebaut. Am Samstag den 09.11. durfte ich auf der Con lesen, direkt nach Martin Skerhut, einem wirklich genialen Gay-Autor. Ihr solltet euch mal seine Homepage ansehen und – wenn ihr könnt – eine seiner Lesungen besuchen. Genial 🙂

Weniger schön waren die Arbeiten in der Wohnung meiner verstorbenen Tante. Es ist kein schönes Gefühl, andererseits reist man in die Vergangenheit.

Weswegen ich eigentlich das alles tippsele, Bookshouse hat nun den Trailer zu “Der Rebell” veröffentlicht. Ihr wisst sicher noch, um was es geht …?

Der 16-jährige Oliver und seine jüngeren Brüder Christian und Michael überleben die schlimmste Nacht ihres Lebens. Ihr Vater ermordet Mutter und weitere Geschwister. Das Motiv scheint auf der Hand zu liegen: Untreue.
Doch Oliver und seine Brüder wollen nicht daran glauben, insbesondere als auf Christian ein Anschlag verübt wird.
Fassungslos über die Tat und die Inaktivität der Polizei, suchen sie auf eigene Faust nach der Wahrheit und stoßen auf einen unheimlichen Gegner. Lediglich der unerfahrene Kommissar Daniel Kuhn steht ihnen bei.

Zur selben Zeit werden mehrere Tote im Haus des einzigen noch lebenden Verwandten entdeckt. Die Leichen liegen bereits seit 70 Jahre dort. Die Fälle scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, aber Olivers Neugier ist unstillbar. Er glaubt nicht an Zufälle und findet die Gemeinsamkeiten in beiden Fällen.
Doch ihre Gegner scheinen nicht unter den Lebenden zu weilen.

http://www.youtube.com/watch?v=jhYhxT8jiIw

Sagt mir, was ihr davon haltet. Gefällt er euch? Macht er euch neugierig?

Btw, ich habe zu diesem Buch auch ein paar wirklich schöne Rezis bekommen. Ein besonders tolles Review stammt von Sabine Creutz/ Daisyandbooks. Ein weiteres sehr schönes stammt aus Sandras Feder – Hier. Kathrin hat auch eine sehr schöne Rezi geschrieben. Genauso toll war Kittys – Hier.

Okay, seeeeeehr viele Infos 🙂 Dann viel Spaß (auch beim Stöbern auf den Blogs von Kitty, Sabine und Sandra).

Im Übrigen findet diesen Samstag auf der DreieichCon (einer der berühmtesten und berüchtigtsten Rollenspiel Cons nah Offenbach/ Hessen) eine Reihe von Lesungen statt. Tom Daut, Torsten Low, Juliane Seidel Laura Jane Arnold, André Wiesler, Tom Finn, Bernhard Hennen, Karl-Heinz Witzko, Monika Thamm, Wolfgang Hohlbein und ich sind dabei, alle am Samstag. Hier das Programm.

Meine Lesung beginnt – passend zum Horrorthema – erst um 22:00 h und geht bis 23:00 h. Ich lese im Raum C2. Mehr dazu findet ihr hier. Jule und ich sind aber beide Tage auch als Illustratoren da. Wer uns also treffen will … hier ist eure Chance 🙂

Ganz liebe Grüße

Tanja

XTME-Gewinner … werden noch bekannt gegeben ;p

Gerade habe ich die Liste der richtigen Antworten von Johannes Zum Winkel (http://www.xtme.de/) bekommen und über einen Online-Generator (genau diesen hier http://www.randomnumbergenerator.com/) ausgewählt.

In Johannes’ Liste waren es die Nummern 29 (die nach der Auslosung für das Original-Lesezeichen unter den fünf Namen mit Nr. 1 stand und gleich kam), Nr. 86, Nr. 87 (das geht echt nur mit einem Random Counter … ich würde nie auf diese Nummernvergabe kommen), Nr. 146 und Nr. 169.

Ich weiß, die Nummern bringen euch ne Runde gar nichts ;p Ich schreibe die fünf jetzt an und frage rund, wer was haben möchte (Lesezeichen/ Illu). Dann kann ich auch die Namen (hoffe ich) veröffentlichen 🙂 In jedem Fall geht das Buch fünf Mal raus (mit Original-Illus), ein Original-Lesezeichen wird verlost (natürlich nach Wunsch) und vier Lesezeichen gehen als Drucke nach Wunsch raus.

Hier noch mal die Galerie für alle 🙂

Oliver Hoffmann
Oliver Hoffmann

Oliver – der Protagonist – er ist der große Bruder, der Mutige, der über das Ziel hinaus schießt, ohne zu wissen, was er damit zerstört.

Daniel Kuhn
Daniel Kuhn

Daniel – der etwas andere Held – unbeliebt im Kommissariat, treu wie kein zweiter, bester Freund, vielleicht auch mehr (?)

Matthias Habicht
Matthias Habicht

Matthias – der Korrekte – ein Leben nach dem Dienstbuch, und doch sucht er nach Schlupfwinkeln.

Christoph Kowalski
Christoph Kowalski

Christoph – der Ruhige – anhand all der Probleme, die Chris schon hatte, kann ihn die Welt mal 😉

Camilla Hofmann
Camilla Hofmann

Camilla – die Aktive – sie gibt selten auf, wenn sie einmal Blut geleckt hat, ist aber definitiv entspannt gegen die Situation in “Glasseelen”.

Viel Spaß beim auswählen 🙂