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Bestie – Beitrag zu “Like a (bad) Dream”

Zur Leipziger Buchmesse kam Julianes neue Benefiz-Anthologie “Like a (bad) Dream” zum 18. Geburtstag ihrer Homepage “Like a Dream” heraus. Darin finden sich alle möglichen, teils sehr düsteren, Geschichten wieder, die teils an Albträumen kratzen, an einer unerträglich bitteren Realität oder in den fantastischen bereich driften, der in vielen Fällen ein Spiegel der Realität ist (oder einen eigenen Sog in eine andere Welt, sei es auch eine Dystopie entwickelt).
Meine “Kurz”-Geschichte “Bestie” gehört zu den anderen Geschichten um Heinrich Wolff, der in “Hunger” zu einem Jäger wird (einer fleischfressenden, reißenden Version eines Vampirs), aber auch Konrad Lux (der dieses Mal der Protagonist ist) und Anni Beckmann (bereits bekannt aus “Warte, warte nur ein Weilchen”).
Diese Geschichte fasst sich ein zwischen dem Beginn von “Warte, warte …” im Juli 1918 und der eigentlichen Handlung im November 1918 ein, setzt aber selbst im ersten Teil im Jahr 1917 (in Arras) ein.
Hier habt ihr einen kleinen Ausschnitt aus der Geschichte:

Arras, Westfront, Schützengraben, Dienstag, 20. 03. 1917

Konrad schlug den Mantelkragen hoch und versuchte sich im Inneren des wassersteifen Stoffs vor dem sturzflutartigen Regen zu schützen, der auf sie alle niederprasselte. Für einen Moment war er versucht, den Helm neben sich zu legen, ließ es aber, denn ein Blick zu Heinrich verriet ihm, dass etwas in der Luft lag. Sein übersensibilisiertes, tierhaftes Gespür hatte bislang nie getrogen. Er saß mit in den Nacken gelegtem Kopf auf dem Boden, hielt den Helm mit einer Hand fest, beobachtete und lauschte. Konrad strengte sich an, mehr wahrzunehmen als die leisen Gespräche seiner Kameraden, das Geklapper des Essgeschirrs und das Prasseln der Tropfen auf den Bohlen: nichts. Was löste Heinrichs Anspannung aus?

Offenbar hatten auch andere bemerkt, dass etwas nicht stimmte. Die Unterhaltungen nahmen ab. Etliche starrten Heinrichs zerstörte Züge an. Atemlose Stille trat ein. Fast fühlte es sich an, als habe die Zeit angehalten. Nur der stetig fallende Landregen strafte den Gedanken Lügen.

Eine fingerbreite Wasserschicht hatte sich auf dem Holz gebildet, und obwohl es in den Fugen versickert war, stieg der Pegel. Konrad legte seine flache Hand auf die Bohlen. Bis auf die Stiefeltritte von einigen seiner Kameraden nahm er keine Vibration wahr, dabei hätte er mit entfernten Gefechten gerechnet oder schweren Maschinen.

Er atmete aus und schaute wieder zu Heinrich. Dessen Nasenflügel blähten sich. Unsicherheit bohrte sich in Konrads Eingeweide. Wie zur Bestätigung begann die Beplankung in ihrem Rücken zu knarren. Er drehte sich um. Wurzeln hatten sich durch die Ritzen und Astlöcher geschoben. Konrad schluckte hart. Über kurz oder lang würden die Erdwälle in sich zusammensacken. Plötzlich fiel ihm das Atmen schwerer und ein Druck wie von Schlammmassen zwang ihn nieder. Sein Kragen wurde ihm zu eng. Mit zitternden Fingern versuchte er, den oberen Knopf zu lösen, glitt aber an dem nassen Hornmaterial ab. Ihm wurde heiß.

Panikattacke, schoss es ihm durch den Kopf. Wenn er sich nicht zusammenriss, würde er einen Grabenkoller bekommen, ganz ohne Beschuss.

Sacht berührte Heinrich sein Bein mit dem Knie. Seine Nähe tat gut und half ihm zurückzufinden. Trotzdem hatte er das Gefühl in der Enge, Mann neben Mann, zu ersticken. Der kurze Moment reichte aus, dass sich seine Lungen erneut zusammenpressten. Er warf den Kopf in den Nacken, sodass sein Helm zurückfiel und der Kinnriemen in seinen Hals drückte. Mit einer Hand löste er die Schnalle und starte in den schlammgrauen Himmel. Kalte Tropfen prasselten ihm mit einer Heftigkeit ins Gesicht, dass es schmerzte. Aber es half ihm, sich zu beruhigen. Seine Sinne klärten sich. Tief sog er die kalte Luft ein und schloss die Augen.

„Hein, was is’?“, wisperte Gutleut. „Gefahr?“

Heinrich blieb ihrem Unteroffizier die Antwort schuldig. Als Fritz sich neben ihm auf die Füße stemmte, versetzte er Heinrich einen Schlag gegen die Schulter. „Du bist für nix gut!“

Eine kurze, scharfe Welle Wut wusch Konrads Angst fort. Er ballte die Fäuste, aber bevor er etwas sagen konnte, rammte Gutleut seinen Gewehrkolben auf die Bohlen, sodass das Essgeschirr einen Satz machte. Mit vorgeschobenem Kiefer bellte er: „Halt’s Maul, Dörsam!“

Fritz überhörte Gutleut mit voller Absicht und starrte Heinrich an.

„Wofür haben wir dich denn, du Tier?!“

„Nimm den Mund nicht so voll, Fritz!“, zischte Konrad. „Ohne Heinrich würden einige von uns nicht mehr leben!“

„Klar, aber jetzt?“ Fritz wandte sich ihm zu. In seiner Mimik lag blanke Verachtung. „Das Einzige, was er macht, ist wie ein Hund zu schnüff…“

Mitten im Wort knickte er ein und brach in die Knie. Über seine Lippen kam ein jämmerlicher Laut. Wütend starrte er Heinrich an, verbiss sich aber jeden Kommentar. Niemand lachte über ihn, nur Konrad konnte seine Missbilligung kaum zurückhalten.

Jeder sah Heinrichs Fähigkeit, Gefahren zu wittern und sie alle am Leben zu erhalten, als normal an, dabei hatte er sie sich mit seinem Leben und auf Kosten seiner einstmaligen Schönheit brutal erkauft. Die kurze Welle Zorn verebbte. Bis auf ihn kannte niemand Heinrichs Geheimnis. Besser, es blieb dabei. Er presste die Kiefer aufeinander, bis scharfe Stiche in Wangen und Nase zogen.

Von irgendwo über ihm kam das Brummen und Knattern von Propellern … Er zucke zusammen. Welche Maschinen waren es? Überall ließen die Männer ihr Essgeschirr fallen und griffen nach den Gewehren. Die ersten schnallten die Helme fest und stürzten zu den Leitern.

„Wartet!“, rief Heinrich. Seine Stimme klang belegt. Tatsächlich verebbte die brodelnde Bewegung. Angestrengt lauschte Konrad auf die Motorengeräusche der Doppeldecker. Für eine Fokker klangen sie zu … Er konnte es nicht richtig einordnen, ihm fiel nur falsch ein.

Jemand stieß gegen ihn, als er sich vorbeidrängte. Unwillig knurrte er.

„Das sind keine von unseren Fokker!“, rief jemand weiter hinten.

Konrad hielt den Atem an. Mit in den Nacken gelegtem Kopf starrte er nach oben in die grauen Wolken, bis seine Augen brannten. Sein Genick tat ihm nach einer Weile von dem Gewicht des Stahlhelms weh.

Er musste Meldung machen, konnte sich aber nicht rühren. Kamen sie überhaupt näher? Er kniff die Augen zu Schlitzen, um alles auszusperren, was sein Gehör behinderte.

„Das sind Aufklärer, vielleicht S.E.5A“, wisperte Heinrich. „Schotten oder Engländer vermutlich. Die wollen unsere Stellungen …“

„Weiß ich selbst.“ Konrad klang ungehaltener, als er wollte.

Das Pumpen der Luftverdrängung verdichtete sich. Sie kamen näher!

Ein furchtbar metallenes Scheppern brach in Konrads Konzentration ein und riss ihn in die Wirklichkeit zurück. Er fuhr zu dem Feldtelefon herum. Kurt nahm ab.

Atemlos, als sei es sein erster Tag, stieß er in den Hörer: „Heeresgruppe Falkenhausen …“

Eine schrille Stimme schnitt ihm das Wort ab und drang ungehindert durch Konrads Ohr in sein Gehirn, nur um von schweren Donnerschlägen unterbrochen zu werden.

Das war Artilleriefeuer! Er fuhr zusammen. In irgendeinem Abschnitt wurden sie unter Beschuss genommen … aber warum drang der Lärm nicht bis hierher?

Ungeschickt richtete er sich auf. Heinrich zog die Knie an und machte ihm Platz. Rasch drängte Konrad den Frischling, Kurt Wachowski, zur Seite und griff nach dem Hörer. Just in dieser Sekunde überflog ein Doppeldecker den Graben. Konrad zog den Kopf zwischen die Schultern.

„Das sind britische Aufklärer!“, brüllte Gutleut über den Lärm hinweg. Konrad hörte instinktiv auf den scharfen Ton in seiner Stimme und legte den Kopf in den Nacken. Der Rotorenlärm verdichtete sich erneut und eine weitere S.E.5A schoss dicht über sie hinweg. Dieses Mal erkannte er die beiden blau-weiß-roten Flugzeugkokarden auf den Unterseiten der Tragflächen, die den Aufklärer zusätzlich als Teil der Streitkräfte der Entente auszeichneten. Er umklammerte den Hörer.

„Heeresgruppe Falkenhausen!“, donnerte er in die Sprechmuschel.Direkt neben seinem Ohr schien eine Granate zu explodieren. Der Schmerz drang durch die Muschel in seinen Kopf und erschütterte ihn bis ins Mark. Seine Knie sackten weg und der Hörer schlug auf die Bohlen. In seinem Kopf stampfte etwas Undefinierbares. Ein hoher, feiner Ton riss an seinen Nerven. Vor seinen Augen flimmerten Funken. Seine Welt bebte und die Erschütterung setzte sich in seinen Knochen fort. Er verlor die Bodenhaftung …

Schattengrenzen 1 – Glasseelen und Nachtschatten 1 – Unantastbar für 0,99 €

Glasseelen 0.99 Euro

Die Fremde hielt die Lider gesenkt wie eine Schlafwandlerin, wandte sich um und ging wortlos den Flur entlang zum Treppenhaus. Genauso still folgte Camilla ihr auf nackten Füßen. Sie begegneten keiner Schwester, keinem Arzt oder Pfleger. Aus den Zimmern drang kein Laut.
Ihre stille Führerin stieg die Stufen hinunter. Camilla wagte nicht, auch nur ein Wort zu sagen, um das feine Band zu der Fremden nicht zu zerstören. Weshalb folgte sie ihr? Sie verstand nicht, warum. Erst recht schaffte sie es nicht, das Gefühl des Vertrauens einzuordnen, als wäre die Fremde ihr seit Jahren mit all ihren Geheimnissen wohlbekannt.
Der Gedanke irritierte sie. Camilla blieb stehen. Obwohl die Sicherheit, in der sie sich wähnte, unerschütterlich war, erkannte sie, dass etwas nicht stimmte.
In welchem Stockwerk lagen Theresa und sie? War das nicht die erste Etage gewesen?
Sie sah hinauf. Ihrem Gefühl nach stieg sie bereits seit drei oder vier Geschossen nach unten. Konnte es hier so viele Untergeschosse geben? Was wollte sie überhaupt hier?
Erst jetzt bemerkte sie die Veränderung. Die Wände bestanden nicht mehr aus dem typisch weißen Sichtputz, sondern aus gekalktem Mauerwerk. An manchen Stellen lagen die Ziegel frei, schwarzer Schimmel und Salpeter blühten. Feuchtigkeit hing in der Luft und brachte Modergeruch mit sich.
Camilla fröstelte. Das konnte nicht real sein.
©Glasseelen, Edition Roter Drache 2017

Ihr wisst ja, dass Glasseelen noch einmal (und vollständig überarbeitet) im neuen Gewandt bei Edition Roter Drache erschienen ist. Da Holger mir die Möglichkeit gelassen hat, das eBook selbst zu veröffentlichen, ohne dass es über den Verlag läuft, habe ich das auch getan.
Anlässlich zur LBM 2018 senke ich den eBook-Preis von Glasseelen auf 0,99 €. Dieses Angebot gilt allerdings nur bis Montag, den 19.03.2018.
Dasselbe gilt auch für die Preissenkung bei Nachtschatten 1, dem ersten Urban Fantasy (mit Engeln, Vampiren, Werwölfen, Magiern und Sidhe) von meiner Frau Juliane Seidel.
Bis dahin könnt ihr das Buch sehr günstig erwerben.
Wer keinen “Bock” auf digitales Lesen hat, darf sich aber auch sehr gerne die Printausgabe mit Illustration, Widmung und passenden Lesezeichen auf der LBM beim Verlagsstand von Edition Roter Drache kaufen. Bei Holger kostet das Buch die regulären 16,95 €. Aber ich verspreche euch, es lohnt sich. Wenn ich etwas kann, dann immer noch zeichnen 😉
Wer also in der eine oder anderen Weise auf Mystery-Thrill in Berlin hat, der darf sich sehr gerne bedienen 🙂

Klappentext Glasseelen:
Vor Camilla und Theresa stürzt sich ein Mann vom Dach des Pergamonmuseums zu Tode. Seine Augen lösen sich in Staub auf, und aus seiner Hand rollen blutige Augäpfel sowie ein antikes Fernrohr. War es Selbstmord?
9783946425311Theresa schwört, dass sie kurz zuvor auf dem Dach einen ungeheuren, missgestalteten Mann wahrgenommen hatte, der den vermeintlichen Selbstmörder gestoßen hat. Dabei gibt es eine unheimliche Parallele zwischen dem vermeintlichen Selbstmörder und den Opfern eines Serienkillers, der in Berlin sein Unwesen treibt: herausgeschnittene Augen.
Obwohl sich Camilla und Theresa unter der Betreuung der Polizei in Sicherheit wähnen, nimmt der Serienkiller sie ins Visier, und wenig später verschwindet Theresa spurlos. Ist sie geflohen, weil sie sich von Andreas Grimm, dem ermittelnden Oberkommissar, bedrängt fühlte, oder wurde sie Opfer des Serienmörders? Camilla versucht, ihre Freundin auf eigene Faust zu finden und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Mit dem Namen „Sandmann“ bekommt sie einen entscheidenden Hinweis, doch der Killer ist nicht leicht zu überlisten. Von Panik getrieben, gerät Camilla in die Unterwelt der Hauptstadt und stößt dort auf rätselhafte Menschen.
Tief unter der Stadt wird währendessen wieder die ausgeweidete, augenlose Leiche einer Frau entdeckt – Theresa.

Hier noch ein weiterer Ausschnitt aus dem Roman:
Das Bild eines offenen Frauentorsos, in dem ein feines Räderwerk dargestellt wurde, dominierte ihr Sichtfeld. Mit sauberen Pfeilen und Seitennotizen wurden die einzelnen Zahnräder und Federn beschrieben. Camilla ergriff Chris’ Arm.
„Das ist nicht Amadeos Bibliothek“, hauchte sie. „Sie gehört dem Sandmann!“
Christoph starrte mit schreckensbleichem Gesicht geradeaus und klappte den Mund auf und zu.
In der gleichen Sekunde roch Camilla den dumpfen Leichengeruch, der sie auf ihrer Flucht begleitet hatte. Sie fuhr zusammen.
In einem der Spiegel, die das Licht ihrer Lampe verstärkten, reflektierte ein totenblasses, hageres Gesicht. Der breite Mund war nichts als ein lippenloser Riss, der nicht in der Lage war, die gewaltigen, fingerlangen Zähne zu verbergen. Seine Nase erinnerte an den Schnabel eines Raubvogels. Sie reichte bis zu seinem Unterkiefer. Aber das Schrecklichste waren die tief liegenden, schwarzen Augen, die jede noch so geringe Bewegung verfolgten. Boshafte Intelligenz glomm darin.
Camilla spürte es bis in die letzte Faser ihres Körpers. Das musste der Sandmann sein!
Dünnes Spinnwebenhaar bewegte sich, als er sich einen Schritt auf Chris und Camilla zuschob. Eine Strähne glitt über seine gewaltigen Schultern und fiel auf einen grotesk dünnen Oberschenkel hinab. Dieses Wesen war riesig. Es überragte Chris um einen Kopf.
Camilla wagte kaum, zu atmen. Sie mussten fort!
Den Weg nach vorn versperrte der Tisch und hinter ihnen näherte sich der Sandmann.
In ihrem Hals bildete sich ein harter Kloß, den sie nicht schlucken konnte. Aus dem Augenwinkel bemerkte sie, wie sich Chris’ Finger langsam der Öllampe näherten. Sie überschlug seine Möglichkeiten. Er konnte den Sandmann angreifen oder die Seiten in Brand setzen. Wozu er sich auch entschied, er musste sich beeilen.
Ihre Muskeln spannten sich zum Sprung über den Tisch. Aber Chris zögerte. Ihr Herz raste.
Der Sandmann hob seine Klauenhand und streckte sie nach ihnen aus. Seine Nägel berührten eine Locke an ihrer Seite.
Ihr Atem stockte. Im gleichen Moment schleuderte Chris die Lampe. Sie zersprang. Petroleum spritzte heraus und traf Gesicht und Oberkörper des Monsters. Tropfen der öligen Flüssigkeit fielen zu Boden, tränkten den Stoff jedoch nicht. Flämmchen tanzten über den monströsen Leib, ohne sonderlichen Schaden anzurichten. Träge flackerte sein Frack. Nur das feine Haar fing Feuer.
Sie nahm sich nicht länger Zeit, darauf zu achten, was der Sandmann tat. Mit einem Sprung hechtete sie über den Tisch.
©Glasseelen, Edition Roter Drache 2017

Hier der Klappentext von Jules Unantastbar:
nachtschatten01Menschen, Vampire und Werwesen haben etwas gemeinsam: Sie alle besitzen einen Schutzengel. Lily – eine der wenigen Auserwählten, die den ihren sehen kann – wird zu einer Jägerin ausgebildet, um gewöhnliche Menschen vor übernatürlichen Wesen zu schützen.
Als sie sich in Silas verliebt, der Mitglied einer geheimnisvollen Magiergilde ist, hat plötzlich jeder Geheimnisse vor ihr: Der hohe Rat, ihre Lehrmeisterin, Silas, sogar ihr eigener Schutzengel Adrian. Die seltsamen Vorfälle, die sich um sie herum ereignen, lassen sie und Silas schließlich auf ein Komplott aus Intrigen stoßen, das seinen Ursprung in Lilys Vergangenheit hat.

Nachtschatten 0.99 Euro
Zu guter Letzt:
Denkt daran, bald erscheint Der Relbell (der 2. Schattengrenzen-Band) bei bei HOMO Littera und Nummer 3 ist in Arbeit 🙂

Neuveröffentlichung: Der Rebell

Hallo zusammen,

wie üblich melde ich mich immer nur sporadisch, aber … *kleiner Trommelwirbel* … “Der Rebell” ist nun schon so weit, dass der Probedruck bei HOMO Littera angekommen ist (und natürlich noch mal gründlich geprüft wird). Eben habe ich noch mal meine Danksagung überarbeitet und an Romy geschickt, dafür hat sie den ehemaligen Rückklappentext in etwas echt schickes Verwandelt 🙂
***
Der 16-jährige Oliver und seine jüngeren Brüder Christian und Michael überleben nur knapp ein Massaker. Ihr Vater ermordet nicht nur ihre Mutter, sondern auch zwei weitere Geschwister. Das Motiv scheint auf der Hand zu liegen: Untreue. Aber Oliver will daran nicht glauben, insbesondere, als auf Christian ein weiterer Anschlag verübt wird. Unter Verdacht steht ihr Großvater, der einzige angebliche Verwandte, der ihre Vormundschaft übernehmen soll. In seinem Haus werden mehrere Tote gefunden, doch die Leichen liegen bereits seit 70 Jahren dort. Die Fälle scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, allerdings will Oliver nicht an Zufälle glauben. Gemeinsam mit dem unerfahrenen Kommissar Daniel Kuhn und dem überreizten Matthias Habicht versucht er Parallelen in den Fällen zu finden. Doch schon bald wird klar, dass sie trotz Polizeischutzes nicht sicher sind, denn ihre Gegner scheinen nicht unter den Lebenden zu weilen …
***
Na? Besser, oder? Wahrscheinlich kann ich euch auch bald das neue Cover präsentieren 🙂 Auch das passt um Längen besser als das alte.

Als kleine Anmerkung zur Neuveröffentlichung: Das Buch ist vollständig überarbeitet und Szenenweise verändert. Ich muss sagen, ich mag diese Version wirklich sehr gerne und bin stolz darauf 🙂 Besonders die Änderung bei den Zwillingen hat es mir vereinfacht, die beiden Jungs besser im 2. Band einzubeziehen.
Chris ist zwar immer noch ein AK (Arschloch-Kind), aber er ist auch ziemlich stark und später sehr zielstrebig und mutig, und Micha … er ist erwacnsener, aber auch definitiv zurückhaltender – aus nachvollziehbaren Gründen.
Im Folgeband erzählen Olivers Brüder, wie sie die Folgen der Morde erfahren mussten, dass es ganz und gar nicht einfach für sie war und wie ihre Umwelt die Bluttat reflektiert hat. Ebenso wird klar, wie Daniel damit umgeht und wie er den Kontakt zu Tom Hoffmann, dem Vater der Jungen wahrgenommen hat.

Hier noch ein kleiner Auszug aus dem ersten Kapitel zu “Der Rebell”:
***
Ihr hysterisches Lachen endete in ersticktem Röcheln.
Die folgende Stille versetzte Oliver in abgrundtiefes Entsetzen. Nur das Geräusch von Metall, das Knochen zersplitterte, drang zu ihm. Das Monster zerfleischte sie. Der Anblick brannte sich in seinen Verstand. Er stöhnte. Seine Knie zitterten, zugleich fühlte sich sein Körper an, als würde Lava durch seine Adern strömen. Mit hämmerndem Herzen kauerte er sich tiefer unter die Anrichte und presste seine Fäuste auf die Ohren. Er biss auf seine Unterlippe und schmeckte Blut. Ihm wurde schwindelig. Mühsam zwang er sich zur Ruhe. Er musste fliehen, die Polizei rufen, doch er konnte sich nicht regen. Alles in ihm wehrte sich gegen den Anblick, die Geräusche und den Geruch. Er wagte nicht einmal, ins Wohnzimmer zu spähen – aber er musste, jetzt sofort, bevor auch er starb.
Vorsichtig sah er über die Küchenplatte. Noch immer rammte dieser Wahnsinnige sein Messer in ihren Leib. Deutlich hörte er, wie die Spitze sich in den Boden bohrte. Der Körper seiner Mutter lag vor der Terrassentür. Ihr Blut tränkte den hellen Teppich. Sein Vater kauerte wie ein Nachtmahr über der Masse aus zerschnittenem Gewebe und zerhackten Knochen. Er hob sich deutlich gegen die hellen Gardinen ab. Schwarzgrauer Dunst kräuselte sich um ihn. Stammte der von der brennenden Zigarette seiner Mutter?
Oliver reckte sich vorsichtig. Die Schwaden waren zu dunkel. Oder täuschte er sich?
***
Derzeit arbeite ich am 2. Buch, dem direkten Anschluss an den Rebell. 336 Seiten sind schon geschafft. Nun bin ich gespannt, wie zügig ich vorankomme. Wenn ich das Roh-MS abgeschlossen habe, überarbeite ich alles noch mal gründlich und schicke es Romy zu.
Eine Änderung gibt es im Erzählstil zum ersten Buch: Es gibt nicht mehr nur Olivers Perspektive. Hier wechselt sie zwischen Daniel und ihm. Damit bekommt ihr einen besseren Einblick in Daniels Gedanken- und Gefühlswelt. Vor allem lüftet er einige seiner Geheimnisse und ihr erfahrt mehr über seine Vergangenheit.
Aber mehr dazu in den nächsten Posts 😉

Letzter Tag für die Gewinnteilnahme

Am 24.11. endete die Blogtour zu “Glasseelen”, aber um sich für die Gewinnteilnahme zu qualifizieren, habt ihr heute noch den ganzen Tag. Über die Seite von der Netzagentur Bookmark kommt ihr an den Blog-Verteiler. Dort gibt es zu jedem Beitrag eine Frage. Wenn ihr darauf antwortet, habt ihr die Möglichkeit an der Verlosung teilzunehmen.

Bist-du-bereit-für-Glasseelen-

Die teilnehmenden Blogs haben interessante Themen herausgegriffen:

Manjas Buchregal – 20.11. Vorstellung und Rezension zu “Glasseelen”
Was sich hierunter verbirgt, steht wahrscheinlich außer Frage 😉

Claudis Gedankenwelt – 21.11. Wie erkennt man einen Serienkiller?
Dieser Artikel greift nicht nur ein paar besondere Beispiele von Serienkillern auf, sondern beleuchtet auch einen Ausschnitt der besonderer Merkmale, die einen Serienmörder grundlegend auszeichnen.

Sunnys Lesewelt – 22.11. Interview mit Tanja Meurer
Auch dieser Artikel ist selbsterklärend, aber hier konnte ich mal wieder ein wenig Selbstdarsteller spielen, und es hat Spaß gemacht 🙂

Nadines Bücherwelt – 23.11. E.T.A. Hoffmanns “Der Sandmann”
Das Nachtstück “Der Sandmann” lag dem Buch “Glasseelen” in erster Linie zu Grunde, E.T.A. Hoffmann allein, war der Grund, warum ich so und in dieser Form geschrieben habe. Nadine führt hier in die Novelle um den Sandmann ein.

Vampirwaschbärs Wahnsinn – 24.11. Berlin als Buchkulisse
Die Besonderheit an diesem Artikel ist, dass Meike sich die Mühe gemacht hat, tatsächlich alle real existenten Locations abzulaufen und zu fotografieren. Sie hätte sogar die Gänge unter der Charité besuchen können, wenn die das dafür verantwortliche Büro offen gehabt hätte.

Gewinne:
Platz 1: Glasseelen, Seelenlosen und Schweiß und Blut
Platz 2: Glasseelen und Seelenlosen
Platz 3: Glasseelen
Alle Gewinne werden mit Goodies verschickt (u.a. mit selbstgemachtem, steampunkigem Metall Lesezeichen)

Ganz persönlich und privat
Über die Blogtour habe ich die meisten Bloggerinnen kennen lernen dürfen. Manja kannte ich schon vorher – durch Bookshouse – und habe sie immer unheimlich gemocht. In der vergangenen Woche habe ich auch die Möglichkeit gehabt, Claudia (deren Artikel ja zu 100% mein Hobby Kriminalistik / Kriminalhistorik bedient hat), Susann (mit ihrem lieben Interview und ihrer so herzlichen Art) und Meike (die als Berlinerin nicht nur ein sehr gutes Gesamtbild zu dem Roman geschaffen hat, sondern persönlich auch ein genauso großer Filmfan ist wie ich) kennen zu lernen. Durch das Quatschen über Facebook, per Mail und im Chat sind mir diese drei ziemlich an Herz gewachsen.

Darüber hinaus …
gibt es nun das eBook, leider noch in der fehlerhaften Version. Dank meiner ehemaligen Kollegin Nathalie und Meike, habe ich nun ein ziemlich sauberes Manuskript. Ich muss nur noch die Zeit finden, zusammen mit meiner Frau Juliane alles in der ODT-Datei für das eBook geradezubiegen und für ein Update fertigzumachen 😉

Bücher, Bücher, Bücher, …

Von meiner Seite gibt es sehr gute Nachrichten zu meinen Projekten. Die Romane Glasseelen, Der Rebell und Die Seelenlosen – Die Stadt der Maschinenmagie haben neue Verlage gefunden 🙂 Aber nun der Reihe nach.

Die Seelenlosen sind ab sofort bei DeadSoft untergekommen und werden dort auch weiterveröffentlicht. Ihr könnt die Bücher also sehr schnell wieder über Simon Rhys Beck erhalten. Das bedeutet auch, dass der zweite Band bald zu lesen sein wird.

Klappentext Die Seelenlosen:
Valvermont war einst die Heimat des Kriegsveteranen Gwenael Chabod, der zum Commandanten über die Garnisonen der Stadt berufen wird. Sein Geliebter Orin – ein ehrwürdiger Priester orcischer Abstammung – ist an seiner Seite, als sich vor Gwenaels Augen ein Mann in eine seelenlose Kreatur verwandelt.
KurCoverz darauf wird eine junge Frau getötet. Einziger Augenzeuge ist der Dieb Jaleel. Sein Bericht deckt Grauenvolles auf – und bringt sein eigenes Leben in Gefahr.
Gemeinsam mit neuen Freunden und Verbündeten jagt Gwenael den finsteren Geist, der von Valvermont Besitz ergriffen hat. Nicht ahnend, wie nah ihm die Dunkelheit bereits ist.
Ein Roman aus einer fantastischen Welt, die die ersten vorsichtigen Schritte in Richtung Moderne wagt. Umgeben von dampfbetriebenen Maschinen, mächtigen Magiern und einem undurchsichtigen Stadtoberhaupt muss Gwenael sich fragen, wem er trauen kann, wer seine Freunde sind, wer ihn liebt und welche düsteren Geheimnisse die Villa seiner Familie birgt.

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack auf Band 2 (Vorsicht, Spoiler!):
Hinter den Mauern der ausgebrannten Anstalt Jarvaise lauert die Finsternis und unter der Stadt schlägt ihr mechanisches Herz. Jaleel, Gwenael und seine Schwester Desirée begegnen dem Ursprung der Experimente um Stahl und Lebensenergie: Jarvaise Cordellier, einem Leichnam, der von seiner Tochter Gaëlle durch gestohlene Seelenkraft am Leben erhalten wird. Aber der Tod von Jarvaise und seiner Tochter ist nicht das Ende. Gaëlles Netzwerk ist weitreichend. Weiterhin sterben Menschen und Valvermont wird binnen einer Nacht von Fleischpuppen überrannt. Gwenael weiß, dass er mit seinen Gefährten gegen die Zeit arbeitet, denn die Maschinerie unter der Stadt hat sich verselbstständigt und das dunkle Herz beginnt wieder zu schlagen.

Glasseelen kommt im Mai 2017 bei der Edition Roter Drache heraus und wird noch einmal gründlich überarbeitet. Das bedeutet, dass der Roman in neuem Outfit und einigen Änderungen zu euch kommt, freut euch also auf Steampunk in der Gegenwart, Msytery und Krimi – alle in Berlin 😉 Und ich bin schon jetzt auf das neue (vielleicht besser passende) Cover gespannt.

Klappentext Glasseelen:
Für die 19-jährige Camilla und ihre Freundin Theresa endet ein Museumsausflug mit einem Schock. Ein Mann stürzt sich vor ihren Füßen zu Tode.

Glasseelen - Schattengrenzen I

Seine Augen lösen sich in Staub auf, aus seiner Hand rollen blutige Augäpfel. Steht der Suizid in Zusammenhang mit einem wahnsinnigen Mörder, der sein Unwesen in Berlin treibt? Bereits mehrere junge Frauen sind ihm zum Opfer gefallen. Die verstümmelten Leichen verbindet ein grausiges Merkmal: herausgeschnittene Augen. Obwohl sich Camilla und Theresa unter der Betreuung einer Psychotherapeutin und der Polizei in Sicherheit wähnen, nimmt der Serienkiller sie ins Visier. Von Panik getrieben gerät Camilla in die Unterwelt der Hauptstadt und stößt auf rätselhafte Menschen. Können der greise Amadeo oder der attraktive Chris sie vor ihrem fanatischen Verfolger retten? Mit dem Namen „Sandmann“ gibt Chris ihr einen entscheidenden Hinweis, doch der Killer ist nicht leicht zu überlisten. Um seinen Attacken zu entkommen, muss sich Camilla nicht nur ihrem Peiniger stellen. Sie entdeckt eine übersinnliche Fähigkeit, die vielleicht besser im Verborgenen geblieben wäre …

Der Rebell ist zwar noch immer Teil der Reihe und kommt direkt im Anschluss an Glasseelen, aber der Verlag ist ein anderer: HOMO Littera. Das Buch erscheint im Frühjahr / Früh-Sommer 2017. Bei HOMO Littera kommen alle weiteren Romane um Oliver, Daniel und Co. heraus. Zu diesem Buch gibt es auch schon die erste Auswahl zu em neuen Cover. Der Kleine passt einfach perfekt, viel besser als das alte, aussagefreie Cover 🙂

Klappentext Der Rebell:
Der 16-jährige Oliver und seine jüngeren Brüder Christian und Michael überleben die schlimmste Nacht ihres Lebens. Ihr Vater ermordet Mutter und weitere Geschwister. Das Motiv scheint auf der Hand zu liegen: Untreue.
Doch Oliver undDer Rebell seine Brüder wollen nicht daran glauben, insbesondere als auf Christian ein Anschlag verübt wird. Fassungslos über die Tat und die Inaktivität der Polizei, suchen sie auf eigene Faust nach der Wahrheit und stoßen auf einen unheimlichen Gegner. Lediglich der unerfahrene Kommissar Daniel Kuhn steht ihnen bei.

Zur selben Zeit werden mehrere Tote im Haus des einzigen noch lebenden Verwandten entdeckt. Die Leichen liegen bereits seit 70 Jahre dort. Die Fälle scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, aber Olivers Neugier ist unstillbar. Er glaubt nicht an Zufälle und findet die Gemeinsamkeiten in beiden Fällen.
Doch ihre Gegner scheinen nicht unter den Lebenden zu weilen.

Hier bekommt ihr noch einen Eindruck über die Bildauswahl für das neue Cover zu Der Rebell 🙂

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Der zweite Band wird im Übrigen den Titel Hass tragen … und damit ist die Geschichte von Oliver und Daniel noch lange nicht beendet 🙂

Like a Dream – die neue Anthologie :)

Zu dem 15-jährigen Bestehen von Julianes queerem Rezensionsblog Like a Dream haben sich 15 Autoren inkl. der Bloggerin selbst entschlossen, Kurzgeschichten für die Like a Dream Benefizanthologie zu schreiben.
Bekannte Namen wie Chris P. Rolls, Bianca Nias, Laurent Bach und Jannis Plastargias sind dabei. Hier ein wenig mehr dazu:

Nimm dir Zeit zum Träumen – es bringt dich den Sternen näher. (Irisches Sprichwort)

Seit über 15 Jahren beschäftigt sich der Blog „Like a Dream“ mit queeren Romanen, Comics und Filmen. Grund genug, den Geburtstag mit einer besonderen Anthologie zu feiern. 15+ Autor*innen präsentieren fantasievolle, nachdenkliche und sinnliche Geschichten zum Thema Träume, Wünsche und Hoffnungen.

Der Erlös der Anthologie geht an das Mainzer LSBTI-Zentrum „LBSK e.V.“, das nicht nur mit der „Bar jeder Sicht“ einen Treffpunkt in Mainz geschaffen hat, sondern auch zahlreiche Gruppen und Vereine unterstützt.

Mit Beiträgen von: Tanja Meurer, Florian Tietgen, Bianca Nias, Elisa Schwarz, Laurent Bach, Leann Porter, Sabrina Železný, Jobst Mahrenholz, Karo Stein, Thomas Pregel, Alexa Lor, Chris P. Rolls, Anna Maske, Savannah Lichtenwald, Jannis Plastargias und Juliane Seidel.

In dieser Anthologie gibt es eine sehr gute Mischung verschiedenster Genre, alle zum Thema Träume und die wahrscheinlich innovativste und außergewöhnlichste Geschichte, die allen Lesern bislang sofort aufgefallen ist, stammt von Thomas Pregel 🙂
Davon könnt ihr euch gerne selbst überzeugen, wenn ihr das Buch kauft und (vielleicht) an der Leserunde zu Like a Dream teilnehmt.

Hier noch eine kleine Übrsicht über alle Geschichten in Form der Leseproben.

like-a-dream-benefizanthologie-ebook-01-ck

Ein kleiner Auszug aus meinem “Bruderliebe” (Like a Dream-Anthologie):

Ich hob den Kopf und sah zu meinem Bruder. Er hatte sich auf die Seite gerollt. Seine Augen standen offen. Schweigend beobachtete er mich. In seinem Blick lag tiefe Trauer. Für einen Moment begriff ich nicht. Meine Gedanken hingen noch zu sehr zwischen den Zeilen fest. Ich streifte Kael ab, um der Wirklichkeit Platz einzuräumen. Das Leid meines Bruders war greifbar. Es fiel mir schwer, diesem leidenschaftlich starken, gelebten und erduldeten Gefühl standzuhalten.

“Die Seelenlosen” – Leseprobe

Wie so oft habe ich mal wieder auf dem Schlauch gestanden und ziemlich als Letzte mitbekommen, dass es zu meinem Roman eine Leseprobe gibt. Auf der Leipziger Buchmesse musste erst eine liebe Bekannte davon schwärmen, dass Incubus Leseproben zu Romy WolfsDie Partitur der Gewalt und meinem Die Seelenlosen gedruckt hatte. Aber es gab nciht nur die gedruckten Leseproben. Wen es interessiert, der kann auch im Netz in das Buch hinein lesen 🙂
Leseprobe Die Seelenlosen

Im Übrigen liefen die bezeichneten Bücher auf der LBM scheinbar wirklich sehr gut, wie mir Kira von Incubus erzählte. Ich bin also gerne bereit mehr illustrierte Exemplare zu machen 🙂

 

Darüber hinaus kam das Buch auch bei den Ideengebern Toni und seinem Rudolf an 🙂

Rudi und Buch

Ein süßes Modell, der kleine Rudolf, oder? Gott, wie ich diese Dampfratte liebe. Der Kerl ist einfach zu toll 😀

Okay, genug geschwafelt 🙂 Den restlichen Sonntag verbringe ich mit Jule und den Katzenmonstern 🙂

Die Seelenlosen – auf der Leipziger Buchmesse

Okay, das klingt schräg … Zombi-Walk auf der LBM. Obwohl, in gar mancher Messehalle gäbe es da schon das eine oder andere Hirn zu futtern, besonders am Messe-Samstag 😉 Scherz beiseite. Bei den “Seelenlosen” hopsen ohnehin keine Zombies durch die Weltgeschichte machen sich über die arme Bevölkerung her. Eigentlich wollte ich mit dem Artikel nur anmerken, dass das Buch zur LBM beim Incubus-Messestand zu kaufen sein wird. Auf der Verlagsseite ist der Roman auch vorbestellbar. Amazon führt es ebenfalls schon.

Hier noch mal der Klappentext:
Valvermont war einst die Heimat des Kriegsveteranen Gwenael Chabod, der zum Commandanten über die Garnisonen der Stadt berufen wird. Sein Geliebter Orin – ein ehrwürdiger Priester orcischer Abstammung – ist an seiner Seite, als sich vor Gwenaels Augen ein Mann in eine seelenlose Kreatur verwandelt.
Kurz darauf wird eine junge Frau getötet. Einziger Augenzeuge ist der Dieb Jaleel. Sein Bericht deckt Grauenvolles auf – und bringt sein eigenes Leben in Gefahr.
Gemeinsam mit neuen Freunden und Verbündeten jagt Gwenael den finsteren Geist, der von Valvermont Besitz ergriffen hat. Nicht ahnend, wie nah ihm die Dunkelheit bereits ist.

Cover

Das Cover ist seit Monatsmitte Februar auch schon bekannt und ich weiß, dass die Bücher bei der Druckerei sind 🙂 Deswegen gibt es auf der LBM auch signierte und bezeichnete Ausgaben zu kaufen. Leider bin ich nicht dabei, was auch daran liegt, dass ich gerade erst einen neuen Job angetreten habe und Urlaubstage in der Anfangsphase alles andere als passend wären.

Dafür habe ich um das diesjährige QUEER gelesen frei und kann auf dem Lesefestival zum ersten Mal “Die Seelenlosen” vorstellen. Dieses Jahr findet es vom 22.04. bis 24.04. in Mainz, in der Bar jeder Sicht statt. Diese Location passt zum Festival auch mehr als andere. Es ist das Kultur- und Kommunikationszentrum für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Intersexuelle ni Mainz. Dabei sind gute alte Bekannte wie Chris P. Rolls, Jana Walther, Jobst Marenholz, Nino Delia und ich, aber auch vollkommen neue Gesichter. Besonderes Augenmerk bekommt Volker Surmann, der bei Goldmann seinen (sehr humorigen) Roman “Mami, warum sind hier nur Männer” veröffentlicht hat, aus dem er am Freitag auch lesen wird. Ebenso T.A. Wegberg, der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde und der der zweite Vorsitzende des freien Deutschen Autorenverbands Berlin e.V. ist. Judith Hüller ist durch ihre lustige “Violett”-Reihe bekannt. Darüber hinaus sind noch mehr neue Autoren dabei, solche, die im Gay-Romance-Bereich einen Namen haben: Bianca Nias, Savanna Lichtenwald und S.B. Sasori, aber auch einige Autorinnen lesbischer Literatur: Julia Mayer und Lina Kaiser.
Es gibt Dramen, Alltägliches, Thriller, Fantasy und viel Lustiges. Ihr könnt euch auf viele neue Sachen freuen und vor allem auf einige ganz besondere und besonders vorgetragene Beiträge. Also richtig viel neue Bücher zum Anhören 🙂

Die Seelenlosen

Wie ihr wisst, habe ich die letzten zwei Jahre stark an dem Gay-Steamfantasy-Krimi “Die blaue Phiole” gearbeitet. Nachdem ich das 1.400 Seiten starke Manuskript zum ersten Lektorat bei Kira (Incubus Verlag) eingereicht hatte, war eine der ersten Amtshandlungen den Titel zu ändern und das Buch in zwei Hälften zu teilen. Jetzt heißt der Beginn “Die Seelenlosen” und die Reihe als solche “Die Stadt der Maschinenmagie”.

Am Freitag, den 29.01. hatten Kira und ich das zweite Lektorat beendet, damit das Buch gesetzt werden konnte. Zusammengekommen sind für den ersten Band knapp 700 Seiten. Das Pre-Cover kenne ich schon 🙂 Allerdings will ich es hier und jetzt noch nicht veröffentlichen, schließlich ist es nicht der endgültige Stand. Aber der Klappentext steht:

Valvermont war einst die Heimat des Kriegsveteranen Gwenael Chabod, der zum Commandanten über die Garnisonen der Stadt berufen wird. Sein Geliebter Orin – ein ehrwürdiger Priester orcischer Abstammung – ist an seiner Seite, als sich vor Gwenaels Augen ein Mann in eine seelenlose Kreatur verwandelt.
Kurz darauf wird eine junge Frau getötet. Einziger Augenzeuge ist der Dieb Jaleel. Sein Bericht deckt Grauenvolles auf – und bringt sein eigenes Leben in Gefahr.
Gemeinsam mit neuen Freunden und Verbündeten jagt Gwenael den finsteren Geist, der von Valvermont Besitz ergriffen hat. Nicht ahnend, wie nah ihm die Dunkelheit bereits ist.

Ein Roman aus einer fantastischen Welt, die die ersten vorsichtigen Schritte in Richtung Moderne wagt. Umgeben von dampfbetriebenen Maschinen, mächtigen Magiern und einem undurchsichtigen Stadtoberhaupt muss Gwenael sich fragen, wem er trauen kann, wer seine Freunde sind, wer ihn liebt und welche düsteren Geheimnisse die Villa seiner Familie birgt.

Für all die, denen mein “Night’s End – Der Wiedergänger” oder das alte “Interdependenz” (auch unter “Die schweigende Lilie” veröffentlicht) noch etwas sagt, so viel zu “Die Seelenlosen”:
Auch hier sind wie wieder auf Äos, allerdings 250 Jahre nach dem Krieg. Wohl bekannte Charaktere wie Luca-Seraphin Veraldis (Lysander), Aycolén Amaro, Sisikazev Viz Cyan und Prinz Mesalla spielen auch in “Die Stadt der Maschinenmagie” eine nicht unerhebliche Rolle. Ihr könnt euch also auf ein Wiedersehen mit alten Freunden freuen, auch wenn ganz klar Gwenael Chabod, Orin Noac R’Coan, Jaleel, und Co. im Vordergrund stehen.

Die Veröffentlichung ist für die Leipziger Buchmesse geplant. Am Stand des Incubus Verlages könnt ihr das Buch kaufen. Das Cover hat nicht die typischen und üblichen Atribute eines Gay-Fanatsys, also keine “Flying Torsos”, kuschenlden Kerle oder irgendetwas anderes romantisches. Auf jeden Fall findet sich recht prominent ein Bild diesen netten Kerlchens wieder, auch wenn die Maschine nicht Rudolf heißt 😉
Erfinder und Mechaniker Toni, nebst Rudolf finden sich in dem Roman wieder, wenn auch unter anderem Namen (Toni war mein Ideengeber mit seinem Dampfrattz). Sobald ich das Cover habe und veröffentlichen darf, erfahrt ihr mehr, auch über Toni und seine Metallskulpturenmanufaktur Ars Vaporis 🙂

9 mm

Ein Tramper, dessen Hemd Blutdurchtränkt ist und ein Trucker, der eine Pistole trägt …
Das aufeinandertreffen von Jens und Christoph verheißt nichts Gutes.

9 mm (ehemals unter Gay-Thriller deklariert) gewinnt nun langsam an Struktur.
Einigen von euch dürfte Verborgener Feind bereits bis zu einem gewissen Grad bekannt sein. Nun gibt es dazu einen zweifachen Auftakt in Novellenlänge.
Im Rahmen der YAMETE – Yaoi Anthologie, die von der Illustratorin, Autorin und Comic-Zeichnerin Miriam Kaniß herausgegeben wird, haben meine Freundin und Partnerin Juliane Seidel und ich jeweils eine Novelle geschrieben, die auf den Beginn vom Verborgener Feind hinaus läuft. Beim Überlegen und Planen haben wir uns anschließend dazu entschlossen, eine gemeinsame Reihe anzufangen, die sich immer wieder kreuzen soll; also eine Sammlung schwuler Thriller, die alle im gleichen “Kontinuum” spielen sollen.
In Julianes Novelle Rotten Game wird aus der Sicht des Mulatten Jay erzählt, der im verborgenen Feind Christophs Gegenstück ist.
In ihrer Geschichte ist (außer dem charmanten Jay) die Location besonders reizvoll – die berühmten Beelitzer Heilstätten.
Bei mir … was soll ich sagen? Lest einfach selbst in das erste Kapitel.

Jens‘ Atem floss rasselnd durch Hals und Lungen, gab ein Echo mit spürbaren Erschütterungen aus seiner Brust wieder. Seine Kleidung klebte an ihm. Schweiß rann über seine Stirn in seine Brauen, tropfte in seine Augen, sodass sie brannten und rann über Nase und Wangen.

Sein Herz raste, als wolle es seine Brust sprengen und seine Haut prickelte. Seine Lungen waren zu eng, nicht in der Lage Sauerstoff aufzunehmen.

Die umfassende Dunkelheit seines Verstecks brach, als ein Rollladen im Erdgeschoss des Hinterhauses nach oben gezogen wurde und Licht ein weiteres Rechteck Helligkeit in die Nacht schnitt.

Nah, viel zu nah!

Alles an ihm elektrisierte. Er zitterte, fror und schwitzte, vollkommen ungeachtet der Sommerhitze, die Asphalt und Mauern ausatmeten.

Eng presste er sich an die Rauputzwand und duckte sich in den Schatten des Kelleraufgangs.

Noch immer kamen Leute aus den umliegenden Gebäuden gelaufen, weil sie von dieser Seite aus ihren Fenstern zu wenig sehen konnten.

Diese Aasgeier …

Schritte verklangen. Er wartete.

Nichts.

Nach einer Weile hob Jens den Kopf und spähte die Treppe hinauf. Ein Paar nackter Beine huschte durch sein Sichtfeld. Rasch zog er den Kopf wieder ein und kauerte sich auf die Stufe der Kellertür.

Warten – verdammt! Wie lang noch?

Wahrscheinlich riegelten sie die ganze Gegend ab. Er musste hier fort! Erneut reckte er sich. Stumm flackerndes Blaulicht zerriss die Nacht. Der kalte Schein reflektierte an schmutzig graubraunen Wänden alter Häuser aus der Vorkriegszeit und flackerte auf den Körpern von Männern und Frauen in Nachthemden, Schlafanzügen und Morgenröcken. Einige wirkten aufgeregt, entsetzt, neugierig, zugleich aber nicht weniger graubraun und unwichtig als ihre Umgebung. Die meisten starrten reglos und dumpf vor sich hin. Unter ihnen stand ein hagerer, gebeugter Mann, dessen Haltung verkrampft und noch lebensfremder wirkte als die der anderen.

War das nicht Marcos Vater? Vielleicht.

Ein Schauder rann ihm über den Rücken. Mit ihm kamen sinnfrei aneinandergereihte Fragmente der letzten Minuten zurück.

Das hübsche, braungebrannte Gesicht, was von einem Moment zum anderen seine Form verlor und nur noch ein Brei aus Muskeln, geplatzter Haut und Blut war … Der Knall, dessen Erschütterung er zu spüren geglaubt hatte, Stimmen, laute die die nächtliche Stille zerrissen, das Gellen in seinen Ohren, heißes Metall, an dem er seine Finger verbrannt hatte – Eindrücke ohne Konsistenz und Reihenfolge.

Wie hatte er es überhaupt aus der Wohnung bis hierher geschafft? Jens wusste es nicht mehr.

Jens schloss die Augen. Bewusst langsam atmete er ein und aus. Ein Zittern lief durch ihn. Kälte kroch aus seinen Knochen und vertrieb die Rest-Hitze der Flucht. Plötzlich kühlte der Schweiß, ließ ihn frieren. In ihm ballte sich die Leere, zog sich zusammen und drängte in seine Kehle. Luft holen konnte er kaum noch.

Was war das? Hatte er Angst?

Die Stiefel der Uniformierten hallten auf dem Asphalt nach.

Das Geräusch rann durch seine Adern, kroch seine Wirbel herauf und sammelte sich als eisiger Druck in seiner Schädelbasis. Hier, in der Dunkelheit zwischen den Wohnblöcken gab es keine Sicherheit. Er musste weg aber mit dem klebrig nassen Blutfleck auf seinem T-Shirt fiel er auf. Rasch zog er die Bänder seines Rucksacks auf und holte sein Kapuzenshirt heraus. Seine Finger berührten das Metall der Pistole. Vor einem Moment war sie noch warm gewesen. Die Kälte, die jetzt davon ausging verbrannte ihn fast. Er zog die Hand zurück. Warum hatte er sie mitgenommen?

Er hätte sie nie berühren sollen. Nun waren seine Fingerabdrücke darauf. Scheiß-Waffe … Weg damit, vielleicht in die Isar!

Halt, nein, was wenn er sie brauchte? Er war der perfekte Verdächtige, der potentielle Mörder.

Jens schüttelte den Gedanken ab. Das war nicht die Zeit sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Er streifte sein Shirt über.

Langsam hob er den Rucksack wieder auf seinen Rücken und machte sich bereit.

Jens schob sich Stufe um Stufe hinauf. Wenn er rannte, bemerkte man ihn. Nein, er musste langsam gehen, ruhig bleiben, vielleicht kurz zusehen.

Hoffentlich erkannte ihn niemand. Hoffentlich …

Und hier ein bisschen Werbung dazu:
Der Thriller “9 mm – Schweiß und Blut” erwartet euch in der Anthologie.
Die Bad Boys werden euch auf 300 Seiten einheizen – 6 Mangastorys, 2 Geschichten und 3 Illustrationen aus dem Genre: Thriller.

Der Band erscheint zur LBM 2015 und wird die Beiträge von 14 Zeichnern und Autoren beinhalten beinhalten:
wishmistress, Kyolover, BloodyVogelchen, Koriko (Julliane Seidel), beJ,  SeductionParade, Leviathen, Tesla (Miriam Kaniß), YakuzaPanda, Tamura666, Eisblume, LuluBunny, MKArtworks und mir.

Vorbestellen könnt ihr bei Miriam. Der Band wird 12€ (zzgl. 2,20 € Versand) kosten und kann verschickt oder auf allen Cons gekauft werden, die Miriam besucht.

yamete

Darüber hinaus erschheint 9 mm – Rotten Games wie auch 9 mm – Schweiß und Blut bald in vollständiger Form als eBook und Printbuch.
Mehr darüber in Kürze 😉