Filmfestival

Homonale Wiesbaden und das schwullesbische Lese-Festival in Wiesbaden

Wie schon beim letzten Mal erwähnt, findet 2014 die 14. Veranstaltung der Homonale statt. Was ist das? – die Homonale ist ein schwullesbisches Filmfestival, was seit 14 Jahren immer im Januar von einem Freitag bis zu einem Sonntag im Lichtspielhaus Caligari sattfindet. Dazu sollte erwähnt werden, dass das Caligari eines der schönsten Kinos in ganz Wiesbaden ist. Es stammt aus den 20ern und wurde im alten Stil wieder hergerichtet. Prunk in Reinstform. Etwas für Bau- und Historik-Freaks wie mich. Davon abgesehen unterscheidet es sich gravierend von den üblichen modernen Kinos. Man hat große, breite Sessel mit rotem Samtbezug, Beinfreiheit und ein kleines Tischchen, auf dem man gefahrlos seinen (durchaus bezahlbaren) Café zwischenparken kann. Zudem gibt es eine Galerie und eine Marmor-Granit-Vorhalle. Stil, Stil, Stil 🙂

Die Homonale mit ihren ausgesuchten Filmen – allesamt stilvolles Kino, Problemkino und vor allem internationales Kino, also nicht nur die üblichen amerikanischen Streifen, sondern französische, israelische, polnische, … Filme. Hier hat sich das Homonale-Team unglaublich eingehende und sehr schöne Gedanken gemacht. Die gesammelten Vorschläge wurden gründlich geprüft und durchdacht. Anhand von Trailern und Vorpremieren fand die Auslese statt. Ich muss sagen, es kamen sehr sehr interessante Filme dabei heraus. Beispielsweise gehen für das schwule Kino Filme wie “In the Name of …”, “Der Fremde am See” und “Liberace” an den Satrt und für das lesbische Kino der preisgekrönte Film “La vie d’Adele” (Blau ist eine warme Farbe) oder “Lipstika”.

In jedem Fall dürfte sich für jeden etwas finden.

Hier Termin und Ort der Homonale: 24.01. bis 26.01. und 03.02. (Nachlese) im Caligari, Marktplatz 9, 65183 Wiesbaden und der Flyer.

Ein Wochenende nach der Homonale wagt sich Juliane mit dem Lesecafé Wiesbaden an die wohl größte Aktion, die es im Zuge dessen bisher gegeben hat – ein zweitägiges Lesefestival mit schwullesbischen Autoren. An zwei Tagen lesen 12 Autoren aus ihren schwule und lesbischen Romanen, Novellen und Kurzgeschichten. Die Themen sind nicht ausschließlich das klassische Coming out sondern gehobene Belletristik, Fantasy, Steampunk, Romance, Krimi, Thriller und Mystery/ Horror. Für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein. In der Szene bekannte Autoren wie Martin Skerhut, Jannis Plastrgias, Jana Wather und Chris P. Rolls lesen.

Lesecafé Wiesbaden
Lesecafé Wiesbaden, Schwullesbische Lesung

Hier auch der exakte Programmablauf und die Autoren. Hoffentlich gelingt es mir, von allen die aktuellen HPs zu verlinken. Wenn nicht bitte ich vielmals um Entschuldigung:

Samstag:

Sonntag:

Hier der Flyer mit den genauen Terminen.

Flyer
Flyer

Wie ihr gesehen habt, lese ich am Samstag um etwa 17:00 h. Da Chris und ich zweigleisig fahren, soll heißen wir lesen schwul und lesbisch, kann ich hier schon mal angeben, dass einmal “Der Rebell” (Schattengrenzen II) für die Jungs an den Start geht, soll heißen Mystery-Thriller mit Horror-Elementen. Diese beiden Jungs sind die Protagonisten:

Copyright by Nathie (Creationwarrior.net)
Copyright by Nathie (Creationwarrior.net)

Und für die Ladies gehen meine beiden Damen aus den Stemapunk-Msyterys an den Start, Madame Zaida und Anabelle Talleyrand (dieses Mal mit dem neuen Buch “Mord ohne Leiche”).

Die Nacht der Schwäne
Anabelle und Zaida

Momentan interessieren sich zwei Verlage für die Geschichten. Vielleicht wird es ja was 😉 Hier auch die Rückklappentexte zu den Büchern.

Der Rebell:

Der 16-jährige Oliver und seine jüngeren Brüder Christian und Michael überleben die schlimmste Nacht ihres Lebens. Ihr Vater ermordet Mutter und weitere Geschwister. Das Motiv scheint auf der Hand zu liegen: Untreue.
Doch Oliver und seine Brüder wollen nicht daran glauben, insbesondere als auf Christian ein Anschlag verübt wird.
Fassungslos über die Tat und die Inaktivität der Polizei, suchen sie auf eigene Faust nach der Wahrheit und stoßen auf einen unheimlichen Gegner. Lediglich der unerfahrene Kommissar Daniel Kuhn steht ihnen bei.
Zur selben Zeit werden mehrere Tote im Haus des einzigen noch lebenden Verwandten entdeckt. Die Leichen liegen bereits seit 70 Jahre dort. Die Fälle scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, aber Olivers Neugier ist unstillbar. Er glaubt nicht an Zufälle und findet die Gemeinsamkeiten in beiden Fällen.
Doch ihre Gegner scheinen nicht unter den Lebenden zu weilen.

Mord ohne Leiche:

London 1876 – der Mord an einer Frau wird beobachtet, die Metropolitan Police informiert. Anabelle Talleyrand, die französische Wissenschaftlerin, unterstützt Inspektor Hailey in diesem Fall. An sich nichts Ungewöhnliches für die mechanisches Frau, doch dieses Mal ist ihre Gefährtin Madame Zaida nicht an ihrer Seite, um sich der Begleiterscheinung übernatürlicher Ereignisse anzunehmen. Anabelle und Hailey können sich nur auf ihre eigenen Fähigkeiten und ihren klaren Verstand verlassen, denn in diesem Mordfall gibt es keine Leiche.

Schaut vorbei, hört euch die Sachen an, denn es lohnt sich wirklich.

Queer.de, Ankündigungen und die Homonale in Wiesbaden

Am 15.12. ging die lang ersehnte und gefürchtete Rezension zu “Der Rebell” bei Queer.de online. Ersehnt, weil Frank, der Rezensent, auch schon “Glasseelen” hatte und sehr gut bewertete. Diese Rezension findet ihr bei dem Onlinemagazin Corona in der Ausgabe 292 unter dem Punkt 6 mit dem Titel Buchkritik: “Glasseelen” von Tanja Meurer.  Deswegen war ich mir gar nicht so sicher, dass Frank den zweiten Band genauso gut bewertet. Einen schwulen Mann als lesbische Frau mit zwei schwulen Hauptcharakteren zu überzeugen ist ganz und gar nicht einfach. Aber offenbar habe ich es geschafft 🙂  Die Rezi von ihm auf Queer.de ist Wahnsinn geworden. Hier könnt ihr sie lesen: Mord, Geister und unzüchtige Gedanken.

Insofern muss ich mich für den Tipp, mich bei Queer.de zu melden, bei Jule und der Verlegerin des Incubus Verlages bedanken. Kira sagte mir, dass sie alle Bücher ihres Verlages dort rezensieren lässt. Was ist auch genialer als das positive Urteil eines schwulen Mannes über mein Buch? Allein deswegen bin ich schon ziemlich auf Wolke sieben 🙂 Oliver kommt allerdings bei allen Rezis gut weg. Er ist offensichtlich ein glaubhafter Mensch. Das ist generell immer das allerschönste Kompliment von allen. Hoffentlich werden damit auch die ganzen anderen Bücher mit all den unterschiedlichen Personen, Genres und Zeitebenen genauso real.

Übrigens am 01.02.2014 und am 02.02.2014 findet in Wiesbaden begleitend zur Homonale, dem traditionell seit 14 Jahren stattfindenden schwullesbischen Filmfestival im Lesecafé Wiesbaden eine schwullesbische Lesung über zwei Tage statt. Autoren wie Sabine Brandl (lesbisch), Conny Reinhardt (lesbisch), Martin Skerhut (schwul), Jannis Plastrgias (schwul), Jana Walther (schwul), Brunhilde Witthaut (schwul), Andrea Conrad (schwul), Yuliya Sokalska (lesbisch), Anna Maske (lesbisch), Chris P. Rolls  und ich werden ihre Romane und Kurzgeschichten vorstellen. Allerdings lesen Chris und ich je aus einem schwulen und einem lesbischen Roman, wobei von meiner Seite erwähnt werden sollte, dass ich aus “Der Rebell” einen Ausschnitt wähle und aus “Mord ohne Leiche” (einer der unheimlichen Kriminal-Steampunk-Novellen um Anabelle, Madame Zaida und Jewa). Die Steampunkbücher scheinen nun auch ein Heim zu finden. Bei der Lesung kann ich vielleicht ein paar entsprechende Ankündigungen dazu machen.